Aachen/Eschweiler/Stolberg: Bahnstrecke Aachen-Köln: Signalstörung nach einem Tag behoben

Aachen/Eschweiler/Stolberg: Bahnstrecke Aachen-Köln: Signalstörung nach einem Tag behoben

Der Signalausfall auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Aachen und Köln ist nach rund 24 Stunden behoben worden. Ungezählte Reisende mussten Verspätungen oder ausgefallene Zugverbindungen hinnehmen. Am Donnerstagnachmittag waren die Signale im Abschnitt zwischen Eschweiler und Stolberg ausgefallen.

Wie ein Sprecher der Bahn auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, war kurz vor 15 Uhr am Donnerstag bei Bauarbeiten an den Gleisen in Eschweiler ein wichtiges Kabel beschädigt worden.

In der Empfangshalle des Aachener Hauptbahnhofs standen etliche gestrandete Reisende, die auf ihre Züge warteten. Foto: Gasper

Da die Signalsteuerung nicht mehr funktionierte, durften die Lokführer nur noch auf Einzelanweisung per Funk in die betroffenen Streckenabschnitte einfahren. Betroffen waren unter anderem Züge der Regionalexpresse RE1 und RE9 sowie der Regionalbahnlinie RB20. Reisende im Streckenabschnitt Eschweiler - Stolberg - Aachen-Rothe Erde und Aachen-Hauptbahnhof mussten viel Geduld aufbringen.

Auch am Eschweiler Hauptbahnhof bemühten sich viele Reisende um Anschluss. Foto: Müller

„Ein 96-adriges Kabel austauschen“

Der Blick auf die Zuglauftafel verhieß nichts Gutes: Mehrere Züge fielen komplett aus. Foto: Gasper

Die Reparaturen dauerten bis etwa 15 Uhr am Freitag an. „Die Techniker müssen ein 96-adriges Kabel austauschen“, erklärte der Bahnsprecher am Freitagvormittag. „Da muss man sehr filigran arbeiten, das dauert leider entsprechend lange“. Auf auf der Webseite bahn.de/aktuell informierte die Bahn über den Stand der Dinge, ebenso über die Bahn-App und Lautsprecherdurchsagen in den Bahnhöfen.

In Stolberg mussten die Reisenden bis zur provisorischen Fußgängerbrücke am Ende des Bahnhofsgeländes laufen, um die auf ungewohnten Gleisen einlaufenden Züge noch rechtzeitig zu bekommen. Foto: Lange

Ungezählte Reisende vor allem im Regional- und Nahverkehr waren betroffen. Züge der Regionalbahnlinien RE1, RE9 und RB20 fielen zum Teil aus. Die Bahn richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Stolberg und Aachen ein. Der überregionale Bahnverkehr, also ICEs und Intercitys, war weniger stark betroffen. Reisende mussten aber auch dort im Einzelfall mit kleinen Verspätungen rechnen.

In den betroffenen Bahnhöfen bildeten sich bereits am Donnerstag Trauben von Reisenden, die auf ihre Anschlüsse warteten. In Stolberg hatten die Reisenden noch eine besondere Schwierigkeit zu meistern: Da die eintreffenden Züge nicht auf den gewohnten Gleisen einliefen, mussten die Reisenden zum Teil eilig über die langen Bahnsteige laufen, um über die provisorische Fußgängerbrücke am Ende des Bahnhofsgeländes zum richtigen Gleis zu gelangen.

(heck/red)
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