Aachen: „Avantis“ erhält neuen Anschub

Aachen: „Avantis“ erhält neuen Anschub

Es galt als das ehrgeizigste Wirtschaftsprojekt des Grenzlandes — und wurde zum größten Flop in der Aachener Wirtschaftsgeschichte: das grenzüberschreitende Gewerbegebiet Avantis zwischen Aachen und Heerlen. Jetzt gibt es konkrete Anzeichen, dass die lange Zeit der Brache — nur vier Gebäude sind auf dem 100 Hektar großen Grundstück bisher errichtet worden — vorbei ist.

Am Sonntag gab die Stadt Aachen bekannt, dass die im bayerischen Neu-Ulm ansässige „Honold Logistik Gruppe“ (1250 Mitarbeiter in 22 Standorten in Europa) auf einer Fläche von rund 82.000 Quadratmetern ein 44.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum zum zentralen Warenumschlag plant. Rund 100 neue Arbeitsplätze im gewerblichen und kaufmännischen Bereich sollen entstehen. Möglich wurde der Abschluss des Vertrages vor allem dadurch, dass die Stadt Aachen die bisher sehr restriktiven Bestimmungen für Gewerbeansiedlung gelockert und damit den Weg für großflächige Grundstücksverkäufe geebnet hatte.

Mit der Ansiedlung aus dem Bereich der Logistik positioniere sich Avantis „optimal als Gewerbegebiet für eine Wachstumsbranche mit hohem Arbeitsplatzpotenzial“, sagte Aachen Oberbürgermeister Marcel Philipp am Montag. Die Aachener Wirtschaftsförderer hoffen nun, dass von der Honold-Investition Signalwirkung für andere Unternehmen ausgeht, sich im deutsch-niederländischen Grenzgebiet nieder zu lassen.

Noch in diesem Monat soll mit der Einrichtung der Baustelle begonnen werden, Ende 2013 könnten dann die ersten Hallen bezugsfertig sein. Nach Aussage eines Firmensprechers führt Honold bereits Gespäche mit Firmen in NRW, die ihrerseits Hallenflächen suchen. Eine Erweiterung am Standort Avantis sei fest eingeplant, hieß es.

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