Autofahrer brauchen für Brüssel eine Registrierung

Hohe Bußgelder drohen : Autofahrer brauchen für Brüssel eine Registrierung

Für deutsche Autofahrer können Reisen nach Brüssel teuer werden. In der Region um die belgische Hauptstadt ist schon 2018 eine „Low Emission Zone“ (LEZ) eingeführt worden; seit 1. April 2019 drohen drastische Bußgelder von bis zu 350 Euro.

Fahrverbote gelten dort für Diesel mit Euronorm 1 und 2 sowie Benziner mit Euronorm 1, also ältere Fahrzeuge. Dennoch sind auch Besitzer neuerer Modelle betroffen, weil alle Fahrzeuge – auch ausländische – für die Einfahrt in die LEZ registriert sein müssen. Andernfalls droht selbst bei erfüllten Kriterien (etwa Euro 5) ein Bußgeld von 150 Euro.

Registrierungen sind kostenfrei im Internet möglich, Informationen gibt es unter anderem beim ADAC. Gegen eine Gebühr von 35 Euro gibt es auch Tagespässe für ältere Fahrzeuge, die die Vorgaben nicht erfüllen. Sie können damit bis zu acht Mal im Jahr in die Umweltzone einfahren.

Ähnliche Regelungen gelten schon länger für Antwerpen, wo Dieselfahrzeuge die Euronorm 4 erfüllen und ebenfalls registriert sein müssen.

In Belgien gibt es keine Umweltplaketten, die Kontrolle erfolgt durch Kameras. Die erfassen das Autokennzeichen und gleichen es mit einer Datenbank ab, in der belgische Fahrzeuge bereits registriert sind.

(red)
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