Autobahnkreuz Aachen: Drei Sperrungen bis Ende Januar

Neue Brücke wird gebaut : Vollsperrungen für das Aachener Kreuz

Der Ausbau des Aachener Autobahnkreuzes geht in den Endspurt. Bis Ende Januar erwarten die Autofahrer drei Vollsperrungen im Kreuz. Und das werden nicht die letzten sein. Grund sind die Bauarbeiten zur neuen A4-Brücke aus den Niederlanden ins Kreuz hinein.

80 Prozent vom Umbau des Kreuzes sind geschafft. Gerade wird die Mittelleitplanke auf der A44 kurz vor und im Kreuz gebaut. Ende des Monats soll der Verkehr dann auf dieser Nord-Süd-Achse so fließen, wie es sich die Planer des Umbaus vor Jahren einmal gedacht haben. Dann geht es in den Endspurt.

Der nächste große Schritt steht mit dem Neubau der Brücke an, die aus Richtung Niederlande ins Autobahnkreuz Aachen hineinführt. Im nächsten Sommer soll sie fertig sein, „wenn die Witterungsverhältnisse mitspielen“, sagt Klaus Erdorf, neuer Projektleiter vom Landesbetrieb Straßen.NRW.

Die neue Brücke wird vierspurig – plus Standspur. Allein die Maße der Querträger aus Stahl, die Ende November als erstes aus Lüttich geliefert werden, sind gewaltig: 18 Meter lang, fünf Meter hoch, drei Meter breit. Der Transport erfolgt mit 170-Tonnern. Die räumlichen Verhältnisse an dieser Stelle des Kreuzes sind durch den spitzen Winkel zwischen der neuen Brücke und dem Fahrbahnwall Richtung Niederlande extrem eng und erschweren laut Erdorf die Arbeiten zusätzlich.

Umbau kostet 100 Millionen Euro

Insgesamt geht der Landesbetrieb Straßen.NRW von fünf Lieferungen aus. Dafür muss jedes Mal die A544 Richtung Aachen voll gesperrt werden. Der Verkehr Richtung Köln wird rechts um die Ersatzbrücke herumgeführt. Drei Termine, an denen die Autobahn gesperrt sein wird, stehen bereits fest: Freitag, 22. November, 22 Uhr, bis Montag, 25. November 4 Uhr sowie die beiden Wochenenden 14./15. Dezember und 11./12. Januar jeweils von Samstag, 18 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr. Obwohl es sich auch um Termine handele, bei denen in Aachen der Weihnachtsmarkt laufe, habe die Stadt ihre Zustimmung gegeben, sagt Erdorf.

Staffelübergabe in der Projektleitung des Autobahnkreuz-Umbaus: Ernst Gombert (l.) geht in Pension, neuer Projektleiter ist Klaus Erdorf. Foto: Claudia Schweda

Erst wenn die Brücke – frühestens im August 2020 – fertig ist, können die sieben neuen Fahrspuren der A4 im Kreuz Richtung Köln gebaut werden. Ein halbes Jahr später soll alles vorbei sein: „Wir hoffen, dass wir im Dezember 2020/Januar 2021 mit dem Gros der Umbauarbeiten fertig sind“, sagt Erdorf. Dann habe der abendliche Stau auf der A4 vor dem Kreuz ein Ende. Bis Mitte 2021 wird dann noch der Lärmschutzwall für den Aachener Stadtteil Verlautenheide gebaut. Das war’s im Kern des Kreuzes. Zehn Jahre ist dann am Umbau des Kreuzes gebaut worden. 100 Millionen Euro wird er gekostet haben – 30 Millionen davon für die Brücke, die jetzt neu entsteht. Doch außerhalb des Kreuzes werden die Baustellenbaken auf den Autobahnen rund ums Kreuz so schnell nicht verschwinden.

Klaus Erdorf begleitet den Umbau des Aachener Kreuzes als Teil des Landesbetriebs-Teams seit den Anfängen vor zehn Jahren. Als Projektleiter folgt er nun auf Ernst Gombert. Der Nordeifeler hätte die letzten Bauarbeiten gerne noch begleitet. Aber das Beamtenrecht sieht mit dem Erreichen des 65. Lebensjahrs die Pension vor.

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