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Außengastronomie öffnet in Düren und Heinsberg

Auch in Düren und Heinsberg : Außengastronomie darf zu Pfingsten in jeder zweiten Region öffnen

Biergarten, Straßencafé oder auch Ausflugsgaststätte: Zu Pfingsten sind in gut der Hälfte der NRW-Regionen solche beliebten Angebote im Außenbereich wieder möglich. Der Neustart der Gastronomie steht nach monatelanger Zwangspause jetzt auch in weiteren Großstädten an.

Zum Start des Pfingstwochenendes können in gut der Hälfte der Regionen von Nordrhein-Westfalen die Außengastronomie sowie Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze unter Auflagen öffnen. Wie aus der jüngsten Allgemeinverfügung des Landes NRW von Mittwoch hervorgeht, können diese Lockerungen ab Donnerstag auch im Kreis Euskirchen umgesetzt werden. Ab Freitag sind diese Öffnungsschritte gleich in 13 weiteren Kreisen und kreisfreien Städten des Landes möglich, darunter auch in der Landeshauptstadt.

Im Detail sind das ab Freitag Bottrop, der Kreis Düren, Düsseldorf, Essen, der Kreis Heinsberg und Kreis Herford, Herne, der Hochsauerlandkreis, der Kreis Lippe, Mönchengladbach, Oberhausen, Recklinghausen und der Rheinisch-Bergische-Kreis. Für sie gilt die bundesweite Notbremse gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht mehr, da in diesen Regionen die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen schon stabil unter der Marke 100 liegt.

Damit sind zum Start des Pfingstwochenendes in insgesamt 27 Kreisen und kreisfreien Städten von NRW die Öffnungsschritte in der Gastronomie und bei der Beherbergung möglich. Das ist bisher in 13 Kreisen und kreisfreien Städten der Fall. Davon ist in zehn Regionen die bundesweite Corona-Notbremse weggefallen. Zuerst war das im Kreis Soest, dem Rhein-Sieg-Kreis, der Stadt Mülheim an der Ruhr und dem Kreis Viersen der Fall. Den Anfang bei den Lockerungen machten am Samstag auch die Stadt Münster sowie die Kreise Höxter und Coesfeld, in denen die bundesweite Notbremse gar nicht erst gegriffen hatte.

Laut der seit dem 15. Mai geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes sind eingeschränkte Öffnungen der Außengastronomie wieder erlaubt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen stabil unter 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner liegt. Zugang haben dabei nur Getestete, Geimpfte und Genesene. Für private Gäste dürfen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze unter Auflagen bei einer stabilen Inzidenz unter 100 öffnen. Die Erlaubnis ist dabei allerdings auf maximal 60 Prozent der Hotelkapazität begrenzt.

In Münster, der NRW-Großstadt mit den niedrigsten Werten, rückt sogar die Öffnung der Innengastronomie in greifbare Nähe. Die Stadt liegt stabil unter dem Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz. „Es ist davon auszugehen, dass Münster die erste Stadt in NRW ist, in der die Gastronomie ab Freitag vollständig öffnet“, sagte eine Sprecherin der Stadt. Es werde am Pfingstwochenende sicher erneut voll werden. „Die Stadt Münster appelliert an alle Besucher und Gäste, die geltende Maskenpflicht und die Abstandsregel von 1,50 Meter einzuhalten.“

Bevor die Innengastronomie in Münster tatsächlich öffnen kann, ist eine entsprechende Feststellung in einer Landesverfügung nötig. Das war bis Mittwoch nicht der Fall. Münsters Innenstadt und die Außengastronomie seien am vergangenen Samstag trotz schlechten Wetters stark besucht gewesen, sagte die Stadtsprecherin. „Die Menschen haben sich nach unserem Eindruck diszipliniert verhalten.“ In weiten Teilen der Innenstadt gelte draußen eine Maskenpflicht.

Mönchengladbach befürchtet durch die Öffnung der Außengastronomie unter den Auflagen ab Freitag keinen übermäßigen Ansturm. Weder die Wetterprognosen noch die strengen Auflagen der Verordnung würden zu solchen Befürchtungen Anlass geben, sagte ein Sprecher der Stadt und betonte dabei: „Wir freuen uns über jeden Gastronomiebetrieb, der trotz der kurzen Vorlaufzeit seinen Gästen ein Angebot machen kann.“
Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) will sich an diesem Donnerstag zu aktuellen Entwicklungen in der Coronavirus-Pandemie in einem Online-Pressegespräch äußern. Die Düsseldorfer Altstadt wird wegen der hohen Dichte an Kneipen und Bars auch als die längste Theke der Welt bezeichnet. Bereits im Vorfeld der möglichen Öffnungen ab Freitag wird deutlich, dass nicht alle Gastronomen aufmachen werden.

(dpa)