Aachen: „Arena“: Die rasanteste Debatte vor der Wahl

Aachen: „Arena“: Die rasanteste Debatte vor der Wahl

Fünf Moderatoren treffen in einem informativen und unterhaltsamen Schlagabtausch auf fünf verschiedenen Podien auf fünf Politiker, sprechen insgesamt über fünf aktuelle Themen, jede der fünf Runden dauert zehn Minuten — und am Ende gibt es einen satten Applaus von über 450 politikinteressierten Schülern aus der Städteregion Aachen.

Am Donnerstagmorgen gab es im Europasaal des Eurogress Aachen ein Experiment, das voll aufging. Hintergrund dieser „Arena“ genannten Diskussionsrunde war die Einladung der Städteregion Aachen. Zum dritten Mal gab es die Werkstatt für Jugendbeteiligung und Jugendpolitik mit dem schönen Titel „Was geht?!“ Schüler ab Klasse 9 waren eingeladen, vorausgesetzt, sie interessieren sich tatsächlich für politisches und gesellschaftliches Engagement.

Die direkte Begegnung mit den Politikern aus der Region gehörte elementar zum Konzept, von daher war die „Arena“, in diesem Jahr von unserer Zeitung organisiert, gleich zum Auftakt das Herzstück der Veranstaltung. Angetreten zum Dialog waren auf der Bundestagskandidatenseite Ulla Schmidt (SPD), Bettina Herlitzius (Die Grünen), Marika Jungblut (Die Linke) und Helmut Brandt (CDU). Die FDP schickte nicht die örtlichen Kandidaten, für die Liberalen trat Johannes Vogel aus Olpe an.

Munter ging es in den 10-Minuten-Runden zur Sache, unsere Volontäre (Redakteure in Ausbildung) Christina Handschuhmacher, Guido Jansen, Robert Baumann, Daniel Gerhards und Jan Mönch hatten knackige Themen vorbereitet, mit denen jeder Politiker-Gast konfrontiert wurde: vom Internet-Minister bis zur sozialen Schieflage, von Studium und Ausbildung bis zum Bild der Politiker in der Öffentlichkeit. Im fliegenden Wechsel ging es über die fünf Bühnen des Europasaals, die Zuhörer behielten ihre Plätze bei und konnten sich so einen Eindruck von den Politikern verschaffen.

Die jungen Zuhörer waren — abgesehen von den wenigen die auch bei einer solchen Runde lieber mit dem Handy spielen — ganz nah dran, zeigten mit Zwischenapplaus oder Kopfschütteln Zu- und Ablehnung und klebten am Ende der rasanten Debattenstunde sehr zielstrebig ihren Abstimmungspunkt auf die ausgehängten Plakate mit den Politikerköpfen. Vorne landete am Ende der FDP-Politiker Johannes Vogel vor Ulla Schmidt (SPD), Bettina Herlitzius (Die Grünen), Helmut Brandt (CDU) und Marika Jungblut (Die Linke).

„Politik zum Anfassen“, das hatte sich zu Beginn der „Was geht?!“-Veranstaltung Städteregionsrat Helmut Etschenberg gewünscht - in der „Arena“ ging dieses Konzept voll auf.

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