Arbeitslosenzahl Aachen-Düren ist im September wieder gesunken

Quote von 6,2 Prozent : Arbeitslosenzahl in der Region ist im September wieder gesunken

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Nordrhein-Westfalen im September saisonbedingt auf rund 635.000 gesunken. Auch in der Region um Aachen, Düren und Heinsberg ist die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozent zurückgegangen.

Im September 2019 lag die Arbeitslosenquote in der Region um Aachen, Dürne und Heinsberg bei 6,2 Prozent. Im Vormonat waren knapp 1300 Menschen mehr als arbeitslos (6,4 Prozent), wie die Bezirksagentur Aachen-Düren berichtet. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Arbeitslosen damit auf 36.414. Die Quote in der Region lag damit unterhalb des NRW-Schnitts von 6,5 Prozent (6,7 Prozent im August), aber oberhalb des Bundesdurchschnitts von 4,9 Prozent.

„Nach dem Ferienende setzte im September die erwartete Spätsommerbelebung am Arbeitsmarkt ein“, sagt Ulrich Käser, Leiter der Arbeitsagentur Aachen-Düren. „Insbesondere bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren zeigte sich die gute Aufnahmefähigkeit des Marktes. Gut 450 junge Menschen sind gegenüber dem Vormonat August weniger arbeitslos, das ist ein Rückgang um 12,1 Prozent“, erklärt Käser weiter.

In NRW sank die Arbeitslosigkeit bei Menschen unter 25 Jahren auch signifikant, aber mit gut 10 Prozent weniger als in der Region. Ein Grund dafür ist, dass jüngere Menschen nach dem Ende der Ausbildung schnell eine neue Stelle gefunden haben.

Auch andere Personenkreise haben eine niedrigere Arbeitslosenquote im September. So ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Agenturbezirk Aachen-Düren um 147 auf rund 13.600 Menschen gefallen (-1,1 Prozent). Auch bei älteren Arbeitslosen ab 50 Jahren fanden 113 Menschen eine neue Beschäftigung. Die Quote sank um 1 Prozent im Vergleich zum August 2019.

Die Spanne der Arbeitslosenquote in den zehn Standorten der Arbeitsagentur in der Region geht von 3,3 Prozent in Monschau bis 7,5 Prozent in Aachen. Auch in Stolberg (7,3 Prozent), Eschweiler (7,1 Prozent), Düren (6,5 Prozent) und Alsdorf (6,4 Prozent) lag die Arbeitslosigkeit über dem Durchschnitt. Weniger Arbeitslose als im Schnitt gab es in Erkelenz und Heinsberg (jeweils 4,7 Prozent), Jülich (5,3 Prozent), und Geilenkirchen (5,8 Prozent).

Insgesamt waren in NRW knapp 22.000 Arbeitslose weniger als im August, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Montag mitteilte. Trotzdem sei eine leichte Abkühlung am Arbeitsmarkt im bevölkerungsreichsten Bundesland unübersehbar.

„Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit minimal um 672 arbeitslos gemeldete Personen gestiegen“, berichtete Torsten Withake von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Das sei eine neue Entwicklung. „In den vergangenen starken Jahren hatten wir uns daran gewöhnt, dass die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich immer weiter sinkt.“ Leidtragende dieser Entwicklung seien in erster Linie unqualifizierte Arbeitnehmer. Fachkräfte würden dagegen weiter gesucht.

(jas/dpa)