1. Region

Aktuelle Konjunkturschwäche: Arbeitsagentur NRW erwartet steigende Arbeitslosenzahlen

Aktuelle Konjunkturschwäche : Arbeitsagentur NRW erwartet steigende Arbeitslosenzahlen

Aufgrund der aktuellen Konjunkturschwäche rechnet die Arbeitsagentur bis Mitte des Jahres mit einem weiteren, moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen.

„Die Abkühlung hat ihre Spuren hinterlassen und wird dies auf moderatem Niveau auch weiter tun“, sagte der Chef der Regionaldirektion NRW, Torsten Withake am Freitag in Düsseldorf. Von den hohen Arbeitslosenzahlen der Vergangenheit sei man aber noch weit entfernt.

Im Dezember stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland um 6200 oder ein Prozent auf mehr als 624.000. Im Vergleich zum Vorjahres-Dezember nahm die Zahl der Jobsuchenden sogar um 1,6 Prozent zu. Bei der Arbeitsagentur Aachen-Düren sind diese Zahlen weniger deutlich. Dort sind rund 150 Menschen mehr als im Dezember 2018 arbeitslos gemeldet, an der Quote ändert dies aber nichts.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in NRW sei aufgrund der schwächeren Konjunktur etwas stärker ausgefallen als für die Jahreszeit üblich, sagte Withake. Doch insgesamt erweise sich der Arbeitsmarkt bislang als weitestgehend robust gegenüber den konjunkturellen Schwankungen und werde dies voraussichtlich auch 2020 tun.

Im Jahresdurchschnitt waren 2019 in NRW gut 635.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren gut 15.000 oder 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit waren 2019 im Durchschnitt so wenig Menschen arbeitslos wie seit 1992 nicht mehr - trotz der steigenden Zahl der Arbeitslosmeldungen im zweiten Halbjahr.

Laut Arbeitsagentur zeigt sich der Arbeitsmarkt in NRW aktuell zweigeteilt. Während in konjunktursensiblen Branchen wie dem Maschinenbau oder der Metallbearbeitung die Arbeitslosenzahlen steigen, entstehen in den Dienstleistungsbranchen von der Pflege bis hin zu den IT-Berufen weiter neue Jobs.

Die Arbeitslosenquote stagnierte in Nordrhein-Westfalen im Dezember bei 6,4 Prozent. In der Region ist sie von 6 Prozent im November auf 6,1 Prozent im Dezember gestiegen. Bundesweit lag sie deutlich darunter bei 4,9 Prozent.

(dpa)