Düsseldorf: Angeklagte im Terrorprozess belasten sich gegenseitig

Düsseldorf: Angeklagte im Terrorprozess belasten sich gegenseitig

Die im Düsseldorfer Terrorprozess angeklagten Mitglieder der Sauerland-Zelle belasten sich offenbar gegenseitig schwer.

Wie das Nachrichtenmagazin „Focus” berichtet, soll Fritz G. demnach die zentrale Figur bei den geplanten Anschlägen gewesen sein, die im Sommer 2007 vereitelt wurden. Als „Emir” habe er die Gruppe angeführt, berichtete einer der Beschuldigten vor Beamten des Bundeskriminalamtes (BKA).

Die Drahtzieher im afghanischen Waziristan sollen G. „die Verantwortung für die Durchführung der Anschläge in Deutschland übertragen haben”. Anhand einer 85-seitigen Lichtbildmappe identifizierten die Angeklagten dem Bericht zufolge mehrere Terrorverdächtige aus dem In- und Ausland.

Auch im Vorfeld der Vernehmungen habe G. eine entscheidende Rolle gespielt. Erst als er zustimmte, hätten auch die anderen drei Angeklagten eingewilligt, auszusagen. G. habe offenbar auch die Erlaubnis erteilt, dass über die Rolle der einzelnen Angeklagten bei der Planung gesprochen werden sollte. Insgesamt umfassen die Aussagen der Angeklagten etwa 1000 Seiten.

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