Andreas Hartnigk von der CDU fordert Parkgebühren für Fahrräder

„Gebot der Gleichbehandlung“ : Düsseldorfer CDU-Politiker fordert Parkgebühren für Fahrräder

Der Vizechef der CDU-Ratsfraktion in Düsseldorf, Andreas Hartnigk, möchte Radfahrer mit Parkgebühren für Fahrräder zur Kasse bitten. Es sei nicht hinnehmbar, dass Autofahrer bei der Verkehrswende regelrecht verteufelt würden, Radfahrer dagegen mit Samthandschuhen angefasst würden, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung (Dienstagsausgabe).

Die CDU-Fraktion im Stadtrat wollte dazu am Dienstag auf Anfrage keine Stellung nehmen und verwies auf Hartnigk. Der sagte der Zeitung, er bereite einen entsprechenden Antrag für den Verkehrsausschuss der Landeshauptstadt vor.

Es sei ein „Gebot der Gleichbehandlung“, dass für Fahrräder Parkgebühren bezahlt werden müssten, wenn für Autos – wie in Düsseldorf diskutiert – künftig 24 Stunden lang Parkgebühren anfallen sollen. Für Radfahrer werde eine immer bessere Infrastruktur geschaffen. Diese sollten sich nun an den Kosten beteiligen – etwa in Form von Klebeplaketten oder -tickets.

CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt sagte der „Rheinischen Post“, der Vorschlag seines Stellvertreters sei ohne interne Abstimmung erfolgt. Ein weiterer CDU-Ratsherr nannte den Vorstoß laut „RP“ eine „Schnapsidee“. Der aus Düsseldorf stammende Grünen-Spitzenkandidat für die Europawahl, Sven Giegold, twitterte: „Wie CDU-Politiker das Klima retten wollen: Keinen Preis für CO2, aber Parkgebühren für Fahrräder. Irre!“

(dpa)
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