Bonn: Anabolikahandel: Prozess gegen 33-Jährigen beginnt

Bonn: Anabolikahandel: Prozess gegen 33-Jährigen beginnt

In einem der bisher größten Dopingprozesse in Deutschland muss sich seit Dienstag ein 33-jähriger Mann vor dem Bonner Landgericht verantworten.

Ihm wird schwunghafter Handel mit Anabolika vorgeworfen. Als Computeradministrator soll der Bonner zweiter Mann einer weltweit operierenden Bande mit eigenen Labors etwa auf Zypern gewesen sein.

Per Post sollen Dopingmittel im Wert von 43 Millionen US-Dollar an 240.000 Kunden verschickt worden sein.

Die Polizei war der Bande Ende 2010 auf die Spur gekommen. Der Angeklagte will keine Aussage machen. Sein Verteidiger forderte die Einstellung des Verfahrens, weil die deutsche Justiz nicht für den Postversand etwa von Zypern in die USA zuständig sei.

Das Gericht hat zunächst elf weitere Verhandlungstage angesetzt. Die Urteilsverkündung ist für den 7. Oktober geplant.

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