Köln: Amtliche Betreuerin wegen gewerbsmäßiger Untreue verurteilt

Köln: Amtliche Betreuerin wegen gewerbsmäßiger Untreue verurteilt

Eine 60 Jahre alte Frau ist am Mittwoch vom Kölner Amtsgericht wegen gewerbsmäßiger Untreue zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Die ungelernte Altenpflegerin war vom Gericht als amtliche Betreuerin gebrechlicher, hochbetagter Menschen bestellt worden.

In dieser Eigenschaft hatte sie über einen Zeitraum von fünf Jahren Geld von den ihr anvertrauten Senioren für eigene Zwecke verwendet. Dies geschah, „um einen ausgesprochen luxuriösen Lebensstil zu pflegen”, hieß es in der Anklageschrift. Offiziell bezog sie lediglich 600 Euro Erwerbslosenrente.

Die Frau räumte ein, in mehr als dreißig Fällen das Vermögen der Pflegebedürftigen veruntreut zu haben. Laut Anklage kam so eine Summe von mehr als einhunderttausend Euro zusammen.

Das Geständnis der Frau wertete der Amtsrichter als strafmildernd, ansonsten wäre das Gericht wochenlang mit der Aufklärung des Falls beschäftigt gewesen.

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