Aachen: Alsdorfer Tat vor Gericht: Mord oder Totschlag?

Aachen: Alsdorfer Tat vor Gericht: Mord oder Totschlag?

Äußerst brutal soll ein Tötungsverbrechen in Alsdorf-Schaufenberg verlaufen sein.

Der seit Mittwoch vor dem Aachener Schwurgericht angeklagte Dimitri M. (30) soll nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember letztes Jahr im Wodka-Rausch seinen Nachbarn mit bloßen Händen und immens heftigen Tritten getötet und die Leiche dann achtlos bei den Mülltonnen „entsorgt” haben.

Demnach war der 46-jährige Angeklagte nachts aus seiner Wohnung nach unten gegangen und hatte den Nachbarn gebeten, etwas leiser zu sein. Der lud ihn zu Wodka in seine Wohnung ein. Irgendwann soll der Angeklagte den Nachbarn „mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf” traktiert haben, so der Staatsanwalt. Die hatten solche Wucht, dass „beidseitig die Rippen” sowie das Nasenbein gebrochen wurden.

Die „Fleischweichteile” vom Kiefer seien abgerissen gewesen, das Opfer erlitt ein „Gehirnödem”, verblutete noch am Tatort.

Ob die Anklage gegen den 46-Jährigen auf Mord oder Totschlag lautet, wird die Hauptverhandlung ergeben. Der Prozess geht am Freitag, 10 Uhr, im Justizzentrum Aachen weiter.

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