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Düsseldorf: Alkohol aus Flaschen soll in Düsseldorfer Altstadt verboten werden

Düsseldorf : Alkohol aus Flaschen soll in Düsseldorfer Altstadt verboten werden

Die Polizei will den Konsum von Alkohol aus Flaschen in der Düsseldorfer Altstadt an Wochenenden verbieten.

Polizeipräsident Herbert Schenkelberg begründete dies am Montag damit, dass es in der Vergangenheit immer wieder schwere Verletzungen durch Flaschenwürfe gegeben habe.

Düsseldorf will damit den Angaben zufolge dem Beispiel von Freiburg im Breisgau folgen. Dort gilt bereits seit über einem Jahr ein Verbot für den Konsum von Alkohol aus Flaschen in der Öffentlichkeit.

Schenkelberg sagte, er habe sich mit einer Delegation das Geschehen in der Freiburger Altstadt am vergangenen Wochenende angesehen. Das zeitweise Alkoholverbot habe sich hier eindeutig durchgesetzt.

In Düsseldorf habe das „Partymachen mit Flaschen” in der Vergangenheit nicht nur für blutige Schlägereien, sondern auch für Probleme für Polizei und Rettungsdienste gesorgt. Aufgrund von zerbrochenen Flaschen hätten Rettungswagen zeitweise die verschiedenen Einsatzorte nicht mehr anfahren können, Polizeibeamte seien auch von Fußball-Hooligans immer wieder mit Flaschen angegriffen worden.

Konkret soll der Konsum von Alkohol aus Flaschen in der Öffentlichkeit künftig an den Wochenenden ab Mitternacht untersagt werden.

Ab diesem Zeitpunkt sei nämlich auch der Alkohol-Ausschank auf den Terrassen der verschiedenen Altstadt-Lokale verboten, sagte der Polizeipräsident. Wer dann beispielsweise an Kiosken Alkohol in Flaschen kaufe, müsse die Altstadt verlassen oder die gekauften Getränke abgeben.

Ob das Verbot tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, muss der Rat der Stadt Düsseldorf entscheiden. Die Polizei will den einzelnen Parteien den Vorschlag kurzfristig vorstellen. Einer möglichen Klage gegen ein solches Verbot sieht Polizeipräsident Schenkelberg gelassen entgegen. Er sei optimistisch, dass dieses Verbot einer rechtlichen Prüfung standhalte.