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50. Todestag: Albert Maas: Zielstrebig und prinzipientreu

50. Todestag : Albert Maas: Zielstrebig und prinzipientreu

Zielstrebig, geradlinig, bisweilen kantig und tief verwurzelt im Glauben: So beschreiben Zeitzeugen den ehemaligen Aachener Oberbürgermeister und Gründer der „Aachener Volkszeitung“, Albert Maas.

Der CDU-Politiker, der an diesem Samstag vor 50 Jahren im Alter von 83 Jahren starb, war ein Mann von Prinzipien, der die Stadt und das freie Pressewesen in der Nachkriegszeit maßgeblich geprägt hat.

Geboren wurde Maas am 14. Mai 1888 in Kalkar am Niederrhein. Nach dem Studium der Volkswirtschaft in Straßburg und Münster kam er Anfang der 1920er Jahre nach Aachen und wurde dort Geschäftsführer der Zentrumspartei. Im Zuge der Machtübernahme durch die Nazis verlor er seine Stelle. Nach dem gescheiterten Attentat des 20. Juli 1944 auf Hitler wurde Maas verhaftet und ins Konzentrationslager Köln-Messehalle gebracht.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Maas zu einem der führenden Köpfe der Aachener Kommunalpolitik und forcierte den Wiederaufbau. Er gehörte zu den Mitbegründern der hiesigen Christlich Demokratischen Partei, deren Vorsitz er 1945 übernahm. Im September 1946 wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt gewählt – ein Amt, das er bis 1952 bekleidete. Gemeinsam mit Josef Hofmann, Jakob Schmitz und Johannes Ernst gründete Maas 1946 die „Aachener Volkszeitung“, heute „Aachener Zeitung“, deren erste Ausgabe am 6. März erschien.

Auch der Internationale Karlspreis der Stadt ist eng mit seinem Namen verbunden. Maas gehörte zu dem Kreis Aachener Bürger, die den Preis 1950 stifteten. Bis zu seinem Tod am 11. Juli 1970 war der überzeugte Europäer Sprecher des Karlspreis-Direktoriums.

(red)