Königswinter: Akute Gefahr: Bekannter Wanderweg zum Drachenfels gesperrt

Königswinter : Akute Gefahr: Bekannter Wanderweg zum Drachenfels gesperrt

Wegen akuter Steinschlag-Gefahr wird der bekannteste Wanderweg zum Drachenfels teilweise gesperrt. Betroffen sei der untere Abschnitt des Eselsweges, sagte Thomas Metz, Dezernent bei der Bezirksregierung Köln, am Donnerstag in Königswinter.

Experten des geologischen Dienstes des Landes NRW hätten bei Messungen tiefe Risse in einer Felswand festgestellt. Deshalb sei die sofortige Sperrung nötig, um Menschen nicht zu gefährden. Wanderer könnten aber über einen Ausweichweg trotzdem bis zur schroffen Burgruine auf der Spitze des 321 Meter hohen Bergs im Siebengebirge aufsteigen.

Die Standhaftigkeit des gesamten Felsmassivs sei nicht in Gefahr, betonte Udo Kotzea, zuständiger Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung: „Der Drachenfels wackelt nicht in Gänze, und er droht auch nicht einzustürzen. Betroffen ist nur ein lokal eng begrenzter Bereich.” Die Felswand werde nun eingerüstet und dann wahrscheinlich mit Ankern gesichert. Die Sperrung des Weges werde etwa ein Jahr dauern, die Kosten seien noch unklar.

Das Problem von Steinschlägen am Drachenfels ist nicht neu. So wurde der steile Eselsweg mit seiner schönen Aussicht nach einem Felssturz 2011 schon einmal für drei Jahre gesperrt, damals im oberen Teil. Zeitweise durften auch die Weinberge nicht mehr betreten werden - sie werden mittlerweile durch ein Stahlnetz geschützt.

(dpa)