AfD in NRW will mit Amtsenthebung parteischädigende Äußerungen ahnden

Personelle Konsequenzen : AfD in NRW will mit Amtsenthebung parteischädigende Äußerungen ahnden

Die nordrhein-westfälische AfD will personelle Konsequenzen ziehen, um völkisch-nationalistische Äußerungen von Parteimitgliedern zu stoppen.

Gegen den Münsteraner Bezirksvorsitzenden Steffen Christ soll laut Landeschef Helmut Seifen beim Landesschiedsgericht eine Amtsenthebung und eine Ämtersperre auf ein Jahr beantragt werden. Dies sei am Dienstagabend auf einer Landesvorstandssitzung mehrheitlich beschlossen worden, sagte Seifen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Christ soll sich nach Recherchen des WDR-Politikmagazins „Westpol“ bei Facebook und Whatsapp in parteischädigender Weise geäußert haben. Unter anderem soll er gepostet haben: „Ohne einen Bürgerkrieg light wie bei Erdogan wird es nicht laufen“. Zudem hatte er im vergangenen November in einer Rede in Bottrop von einem „Asyl-Tsunami“ gesprochen und gesagt: „Es ist höchste Zeit, die Zugbrücke wieder hochzuziehen und die Krokodile im Burggraben zu füttern und nicht die Schmarotzer aus aller Welt.“

(dpa)
Mehr von Aachener Zeitung