Adoption: Erneut weniger Kinder in der Region Aachen und NRW adoptiert

Zahlen rückläufig : Erneut weniger Kinder in der Region und NRW adoptiert

In Nordrhein-Westfalen sind im Jahr 2018 erneut weniger Kinder und Jugendliche adoptiert worden. Auch in der Region wurden nur 40 Kinder adoptiert. Im Vergleich zum Jahr 2011 hat die Anzahl um ein Drittel abgenommen.

Im vergangenen Jahr wurden in NRW 817 Kinder und Jugendliche zur Adoption vermittelt, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Das ist ein Rückgang von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Schon 2017 war ein Rückgang registriert worden (8,5 Prozent).

Fast die Hälfte der Adoptierten waren 2018 jünger als drei Jahre. Die meisten der Kinder und Jugendlichen werden von Stiefvätern oder -müttern, also den neuen Partnern des leiblichen Elternteils, adoptiert. Ende 2018 waren den Angaben zufolge knapp 230 Mädchen und Jungen zur Adoption vorgemerkt. Demgegenüber standen gut 1100 Adoptionsbewerber.

In der Region warten 42 Bewerber darauf, eines der neun zur Adoption vorgemerkten Kind zu adoptieren. 20 von ihnen kommen aus der Städteregion Aachen und 22 aus dem Kreis Düren. Im Kreis Heinsberg gab es Ende 2018 keine Bewerber, aber sieben zur Adoption vorgemerkte Kinder. Anders sieht es da im Rest der Region aus: Im Kreis Düren und der Städteregion Aachen gab es jeweils nur ein Kind, das zur Adoption stand. Dass es mehr Bewerber als zu adoptierende Kinder gibt, bestätigt sich auch für NRW insgesamt.

Die Anzahl der Adoptionen in der Region hat sich passend zum NRW-Trend stark verringert. Waren es im Jahr 2011 noch 68 Kinder, die adoptiert wurden, verzeichnete das Statistische Landesamt im Jahr 2018 nur noch 40 Adoptionen. Diese meisten Adoptionen wurden in der Städteregion Aachen vollzogen (22), gefolgt vom Kreis Düren und Kreis Heinsberg (beide 9).

In Adoptionspflege befanden sich Ende 2018 in der Region nur noch neun Kinder. Im Jahr 2012 waren dies noch 22 Kinder.

(jas/dpa)