Aachen: Achtjähriger flüchtet aus Angst vor Spritze

Aachen: Achtjähriger flüchtet aus Angst vor Spritze

Aus Angst vor einer Spritze ist ein achtjähriger Junge aus der Praxis eines Arztes geflüchtet. Offenbar bereits in jungen Jahren mit einer guten Portion Entschlussfreudigkeit ausgestattet, löste der Achtjährige damit einen Polizeieinsatz aus.

Seine Mutter hatte mit ihm die Praxis eines Kinderarztes aufgesucht. Aus therapeutischer Sicht sollte dem Jungen eine Spritze verabreicht werden. Ob nun die zuvor erfolgte Aufklärung über das Setzen oder die Wirkung einer Spritze wenig überzeugend oder gar ihr Anblick erschreckend wirkte, sei nicht überliefert, so Paul Kemen, Sprecher des Aachener Polizeipräsidenten.

Jedenfalls habe der Junge die Flucht ergriffen. Als intensive Suchmaßnahmen im Umfeld der Praxis nicht zum Erfolg führten, rief die Mutter die Polizei. Ein Motorradpolizist und zwei Polizisten im Streifenwagen suchten nach dem kleinen Patienten.

Auf das Rufen seines Namens reagierte dieser nicht. Selbst die Verharmlosung der Situation - alles halb so schlimm, komm bitte! - bewertete der Achtjährige anders als Mama, Polizei und die Sprechstundenhilfen. Die im Suchen geübte Polizei fand den jungen Mann schließlich, hinter einem geparkten Auto kauernd in der Nähe der Praxis.

Mutter und Sohn kamen dann auch im Versteck zusammen. Im weiteren Verlauf leisteten die Ordnungshüter dann Überzeugungsarbeit in Sachen Spritzen und stellten als Belohnung eine Fahrt im Streifenwagen in Aussicht.

Der Junge erwies sich jedoch als zäher Verhandlungspartner und entschied sich zuletzt für das Angebot der Mutter, nach tapferer Behandlung zwei Spielzeugautos zu bekommen.

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