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NRW-Ministerium: Acht Brände in Gefängniszellen im vergangenen Jahr

NRW-Ministerium : Acht Brände in Gefängniszellen im vergangenen Jahr

In den Justizvollzugsanstalten des Landes hat es im vergangenen Jahr acht Brände in Gefängniszellen gegeben, bei denen Menschen verletzt wurden oder es größeren Sachschaden gab.

Kleinere Brände sind nach Angaben des Justizministeriums nicht meldepflichtig, daher ist die Statistik eventuell unvollständig.

Die Auflistung mit allen besonderen Vorkommnissen im Strafvollzug wurde jetzt dem Rechtsausschuss zugeleitet. Neben den acht Bränden werden dort auch 36 Todesfälle aufgeführt, darunter zehn Suizide. In den übrigen Fällen lag in den meisten Fällen eine natürliche Todesursache vor. Einmal starb ein Häftling an Drogen, in zwei Fällen ist die Todesursache noch ungeklärt.

Bei den Zellen-Bränden wurden laut Bericht des Justizministeriums meistens nur die Gefangenen selbst verletzt. Bei einem Brand im September in Aachen seien aber auch sechs Bedienstete verletzt worden.

In der JVA Kleve war im September 2018 ein zu Unrecht inhaftierter Syrer bei einem Zellenbrand ums Leben gekommen. Ein Untersuchungsausschuss des Landtags arbeitet die Umstände auf.

(dpa)