Köln: Absturzopfer verhöhnt: Ermittlung gegen Videofilmer

Köln : Absturzopfer verhöhnt: Ermittlung gegen Videofilmer

Die Kölner Polizei ermittelt gegen einen jungen Mann wegen Verunglimpfung und Beleidigung der Opfer des Germanwings-Absturzes.

Der 20-Jährige aus dem Rheinland habe die Toten, auch die Schüler aus Haltern, unter anderem auf sexueller Basis beleidigt, sagte am Freitag ein Polizeisprecher. Internetnutzer hätten auf das Video hingewiesen. Der junge Mann habe darin auch gefragt, warum nicht 200 Menschen gestorben seien. „Das hat nichts mehr mit Satire zu tun”, sagte Polizeisprecher Dirk Weber. Es sei Strafanzeige gestellt worden.

Das Video entstand auf dem Kölner Neumarkt und wurde in der Nacht zum Freitag ins Netz gestellt. Nach Angaben der Polizei war es bis zum Vormittag bei Youtube und Facebook zu sehen. Der 20-Jährige wurde bereits vernommen. Im Anschluss habe er das Video aus dem Netz genommen. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Beleidigung auf sexueller Basis und wegen der Verunglimpfung des Ansehens Verstorbener.

(dpa)
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