Merzenich: Abschiedsbrief im Auto des Geisterfahrers gefunden

Merzenich: Abschiedsbrief im Auto des Geisterfahrers gefunden

Im Auto des Geisterfahrers auf der Autobahn 4, der bei Merzenich am Freitag einen tödlichen Unfall verursacht hatte, ist ein Abschiedsbrief gefunden worden. Der Inhalt des Briefes, der erst aus dem Niederländischen übersetzt werden musste, lasse darauf schließen, dass der 47-jährige Niederländer sich auf diese Art selbst umbringen wollte, sagte Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts am Mittwoch.

Er war auf dem Standstreifen den Fahrzeugen, die in Richtung Aachen unterwegs waren, entgegengefahren, dann nach rechts in den fließenden Verkehr hineingezogen und dort frontal mit einem Sattelschlepper kollidiert, der den Wagen des Falschfahrers dann gegen einen weiteren Wagen schleuderte. Dessen Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Die Beifahrerin wurde ebenso wie der Falschfahrer so schwer verletzt, dass beide am Mittwoch noch in Lebensgefahr schwebten.

Nur einen guten Tag später — in der Nacht zum Sonntag — war an gleicher Stelle erneut ein Falschfahrer unterwegs, der aber vor einer Polizeisperre flüchtete und seitdem gesucht wird. Am Montag wurde der Wagen des Falschfahrers in Bergheim gefunden. Von dem Fahrer fehlt aber noch jede Spur. „Die Ermittlungen laufen noch“, teilte ein Sprecher der Autobahnpolizei Köln am Mittwoch mit.

(cs)
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