Nideggen: Abknickende Poller: Geringere Verletzungsgefahr für Motorradfahrer

Nideggen: Abknickende Poller: Geringere Verletzungsgefahr für Motorradfahrer

Der Landesbetrieb Straßenbau erprobt auf beliebten Motorradstrecken flexible Kunststoffpoller, die die Verletzungsgefahr bei Unfällen im Gegensatz zu starren Metallpfosten minimieren sollen. Fährt ein Motorradfahrer dagegen, knickt der runde Poller um und richtet sich anschließend wieder auf.

Gerade in steilen Kurven habe sich das viereckige Verkehrszeichen auf einem Metallpfosten, das mit einem roten Pfeil auf weißem Grund die Gefahr anzeigt, als „aggressiv für Motorradfahrer“ erwiesen, wenn sie aus der Kurve getragen werden, sagt Heinrich Bergerbusch vom Landesbetrieb Straßenbau. Schon seit langem habe er nach einer Kunststoffalternative gesucht. Doch die Angebote waren bislang entweder nicht hoch genug, in der falschen Farbe oder zu aufwendig in der Montage.

Die jetzt gefundenen rot-weißen Modelle können nach Angaben Bergerbuschs einfach an der Halterung der bisherigen weiß-schwarzen Leitpfosten montiert werden. Durch eine eng aufeinanderfolgende Platzierung der voll reflektierenden Poller soll eine ähnliche Signalwirkung erreicht werden, wie durch die bisherigen Richtungspfeile.

Bis zur neuen Motorradsaison sollen für das Pilotprojekt landesweit rund 500 Pfosten aufgestellt werden. In der Eifel wird ein kurvenreicher Abschnitt zwischen Nideggen und dem Ortsteil Abenden auf der L 249 damit ausgestattet.

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