Aachen: Aachener Polizisten gehen mit Belgiern auf Streife

Aachen: Aachener Polizisten gehen mit Belgiern auf Streife

Im Aachener Grenzland wollen deutsche und belgische Polizisten jetzt gemeinsam für Sicherheit sorgen. Wegen ihrer Grenzlage hat Aachen als einzige Polizeibehörde in Nordrhein-Westfalen deutsch-belgische Streifen eingeführt.

Bindend sei für die Beamten das Recht des jeweiligen Einsatzgebietes in den Regionen Aachen und Eupen, teilte ein Aachener Polizeisprecher zum Start am Mittwoch mit.

Einen Nutzen verspricht sich die Behörde unter anderem für Deutsche in Belgien. „Wenn sie auf einen deutschen Polizeibeamten treffen, ist das einfacher für sie”, sagte der Aachener Koordinator Achim Sube. Daneben erwarten die Deutschen einen engeren Informationsaustausch in der täglichen Polizeiarbeit. Das habe sich schon bei der jahrelangen Zusammenarbeit mit den Niederländern gezeigt.

Seit 2006 laufen die Aachener regelmäßig mit den Kollegen in Vaals und Kerkrade Streife - und zwar zweimal die Woche. Im Gegensatz zu den Niederländern gebe es bei den deutschsprachigen Partnern in Belgien keine Sprachhemmnisse.

20 Beamte wurden für das neue Projekt mit den Belgiern in Recht und Einsatztechnik der Nachbarn ausgebildet. Zunächst soll nur alle drei Wochen eine gemischte Streife unterwegs sein. Grundlage für diese Zusammenarbeit sei der 2007 in Kraft getretene „Prümer Vertrag” zur grenzüberschreitenden Kriminalitätsbekämpfung.

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