Aachen: Karlsmedaille 2019 an "Erasmus Student Network"

Aachener Auszeichnung : „Erasmus Student Network“ erhält die Karlsmedaille 2019

Die Médaille Charlemagne, die Karlsmedaille, des Vereins „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens“ geht in diesem Jahr an das „Erasmus Student Network“ (ESN). Das gab der Verein am Dienstag in Aachen bekannt.

Die internationale Studierendenorganisation ESN kümmert sich in ganz Europa um Studentinnen und Studenten, die im Erasmus-Programm der Europäischen Union im Ausland studieren oder dort ein Praktikum absolvieren.

Das Kuratorium würdigt mit der Vergabe der Karlsmedaille an ESN dessen Bemühungen, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenzubringen. Ein einheitliches Europa könne nur funktionieren, wenn Menschen sich als Europäer begriffen, ohne ihre nationale Identität zu verlieren. „Hierfür ist es unumgänglich, dass wir andere Länder, deren Kulturen und Mentalitäten kennenlernen. Wir brauchen weltoffene und neugierige junge Menschen, die als Unterstützer eines einheitlichen Europas für dessen Werte einstehen. In einer Zeit, in der die Stimmen gegen ein einheitliches Europa immer lauter werden, tritt das ESN öffentlich für ein gemeinsames Europa ein.“

„Größtes Mobilitätsprogramm an der RWTH“

Allein an der RWTH Aachen bildeten sich 2017/18 355 Erasmus-Studierende aus anderen europäischen Ländern wissenschaftlich und kulturell fort. 17 absolvierten ein Praktikum an der RWTH.

Im Gegenzug zog es 732 junge Männer und Frauen mit dem Erasmus-Programm von der RWTH für die Fortsetzung ihres Studiums oder für ein Praktikum ins Ausland. „Erasmus war und ist das bei weitem größte und auch älteste Mobilitätsprogramm an der RWTH“, lobte Professorin Ute Habel, RWTH-Prorektorin für Internationales, die Wahl des Kuratoriums. „Die Beschäftigung mit allen Aspekten der durch Erasmus erzeugten Mobilität hat maßgeblich zur Entwicklung von Standards beigetragen, die sich auf alle Austauschaktivitäten der RWTH auswirken.“

Die Karlsmedaille würdigt im Vorfeld der Karlspreisverleihung Personen oder Institutionen, die sich auf dem Gebiet der Medien in besonderer Weise um den Prozess der europäischen Einigung und um die Herausbildung einer europäischen Identität verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören unter anderem der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen, die Organisation „Reporter ohne Grenzen“, der Eurovision Song Contest und im vergangenen Jahr der britische Schriftsteller und Historiker Sir Ian Kershaw. Die Preisverleihung ist am 23. Mai.

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