A44: Frau bei Unfall lebensgefährlich verletzt

Liegengebliebener Pkw gerammt: Unfall auf A44 fordert drei Schwerverletzte

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 44 bei Aachen-Brand sind am Freitagabend drei Menschen schwer verletzt worden. Die Autobahn war mehr als sieben Stunden lang gesperrt. Noch in dieser Zeit ereignete sich auf der gegenüberliegenden Spur ein zweiter Unfall mit ähnlichen Zügen.

Wie eine Sprecherin der Autobahnpolizei in Köln am Samstagmorgen mitteilte, hatte gegen 19.30 Uhr zunächst eine 26-jährige Autofahrerin aus bislang unklaren Gründen etwa in Höhe der Anschlussstelle Brand die Kontrolle über ihren Wagen verloren. Das Auto fuhr in die linke Leitplanke, wurde herumgeschleudert und kam quer auf der Überholspur zum Stillstand. Der zweite Wagen, der ersten Erkenntnissen zufolge mit rund 150 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sei, prallte dort in das stehende Fahrzeug.

Kinder bei Notbremsung verletzt

Dabei wurden die 26-Jährige Würselenerin und ihre drei Jahre ältere Beifahrerin in dem querstehenden Wagen eingeklemmt. Beide erlitten schwere Verletzungen. Auch die Fahrerin in dem anderen Auto, eine 33-Jährige aus Aachen, wurde schwer verletzt.

Frau bei Unfall auf der A44 lebensgefährlich verletzt

Der Fahrer eines dritten Fahrzeuges, ein ebenfalls 33 Jahre alter Mann aus Aldenhoven, konnte nach Polizeiangaben durch eine Vollbremsung gerade noch rechtzeitig zum Stehen kommen. Er und zwei im Auto mitfahrende Kinder, ein sechs Jahre altes Mädchen und ein siebenjähriger Junge, erlitten leichte Verletzungen, weil sie bei der Notbremsung hart in die Sicherheitsgurte gepresst wurden. Alle sechs Verletzten wurden laut Feuerwehr in nahe gelegene Kliniken gebracht.

Die Autobahn 44 musste über viele Stunden voll gesperrt werden. Während der Rettungs- und Aufräumarbeiten und der Unfallaufnahme wurde der Verkehr in Fahrtrichtung Aachen umgeleitet. Das Unfallaufnahmeteam der Polizei war vor Ort und untersuchte die Unglücksstelle bis etwa 2 Uhr. Erst gegen 4 Uhr konnte die Autobahn wieder frei gegeben werden.

Zweiter Unfall: Wieder in die linke Leitplanke

Noch während die Aufräumarbeiten liefen, kam es in der Gegenrichtung zu einem zweiten Unfall. Auch dabei verlor ein Autofahrer die Gewalt über seinen Wagen und fuhr auf der Überholspur in die linke Leitplanke. Bei dem Vorfall, der sich gegen 23.41 Uhr kurz hinter dem Aachener Kreuz in Fahrtrichtung Aachen-Brand ereignete, wurde der 29-jährige Fahrer nicht verletzt.

Der aus Belgien stammende Mann wurde von Zeugen und Ersthelfern, die den Unfall beobachtet hatten, versorgt. „Er war völlig apathisch“, sagte eine Zeugin unserer Redaktion. Zu seinem Glück sei im Fahrzeug hinter ihm ein Arzt gewesen, der ihn umgehend versorgte.

Weshalb der Mann von der Straße abgekommen war, stand am Samstag noch nicht fest. Zur Klärung der Unfallursache wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen. Die Überholspur der Autobahn war für gut eine Stunde gesperrt, um 0.48 Uhr war der Wagen dann abgeschleppt.

Hinweis: In einer ersten Fassung des Artikels war zu lesen, der Fahrer um 23.41 Uhr verunglückten Fahrzeugs sei 89 Jahre alt. Tatsächlich ist er 29 Jahre alt.

(Marc Heckert)
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