Leverkusen/Köln: A1-Sperrung wegen Fliegerbombe: Geduldsprobe für Autofahrer

Leverkusen/Köln : A1-Sperrung wegen Fliegerbombe: Geduldsprobe für Autofahrer

Auf den Autobahnen im Großraum Köln ist vom kommenden Wochenende an wieder viel Geduld gefragt. Wegen der Suche nach einer möglichen Fliegerbombe wird die A1 ab dem Kreuz Leverkusen in Richtung Koblenz für mehrere Tage gesperrt. Die Sperrung beginnt schrittweise am Freitagabend um 22.00 Uhr. Ab dem frühen Samstagmorgen (04.00 Uhr) bis mindestens Mittwochabend (11.10.) wird die Fahrbahn zwischen dem Kreuz Leverkusen-West und der Anschlussstelle Köln-Niehl dann komplett gesperrt.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW rät Autofahrern, das Nadelöhr rund um die Leverkusener Rheinbrücke weiträumig zu umfahren. Umleitungen würden ausgeschildert. Der ADAC befürchtet extreme Verkehrsprobleme auch auf den Ausweichrouten und sprach von einer „mittleren Katastrophe”.

„Autofahrer müssen auf jeden Fall mehr Zeit einplanen”, sagte eine Sprecherin von Straßen.NRW. „Wer kann, sollte einen anderen Weg fahren, ein anderes Verkehrsmittel wählen oder Fahrgemeinschaften bilden.” In der Region gebe es mehrere Park-and-Ride-Parkplätze. Die Rad- und Fußwege über die Brücke blieben geöffnet. Wer auf sein Auto angewiesen sei, solle möglichst außerhalb des üblichen Berufsverkehrs fahren - also morgens vor 06.00 oder nach 10.00 Uhr, und abends ab 19.00 Uhr.

Bei Vorarbeiten zum Neubau der Leverkusener Brücke war unter der A1 bei Köln-Merkenich ein Gegenstand gefunden worden, bei dem es sich um einen Blindgänger handeln könnte. Nun muss mit Spezialgeräten ein großes, gut acht Meter tiefes Loch gegraben werden. Sollte sich der Verdacht auf eine Weltkriegsbombe bestätigen, sind laut Straßen.NRW auch weitere Sperrungen nicht ausgeschlossen. Über dann nötige Evakuierungen entscheidet die Stadt Köln.

Verkehrsteilnehmer aus Richtung Norden sollten ab dem Kreuz Hilden über die A46 und weiter über die A57 ausweichen. Für Autofahrer aus Richtung Osten führt die empfohlene Umleitung ab dem Kreuz Leverkusen über die A3 und A4.

Nach Angaben des Landesbetriebs stehen im besten Fall ab Donnerstagmorgen (12.10.) wieder zwei Spuren in Richtung Koblenz zur Verfügung. Erst im Laufe des darauffolgenden Wochenendes könne die A1 wieder komplett freigegeben werden.

Bereits am vergangenen Wochenende hatten kilometerlange Staus auf den Autobahnen im Raum Köln/Leverkusen die Nerven der Verkehrsteilnehmer strapaziert. Wegen einer Fahrbahnsanierung war die A3 zwischen Langenfeld und Leverkusen gesperrt.

(dpa)
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