Im ersten Halbjahr: 70 Straftaten gegen Flüchtlinge in NRW

Im ersten Halbjahr : 70 Straftaten gegen Flüchtlinge in NRW

Im ersten Halbjahr 2019 hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen 70 Straftaten registriert, die sich gegen Flüchtlinge oder Asylbewerber richteten. Das geht aus einer am Donnerstag bekannt gewordenen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Fast alle Täter kamen aus dem rechtsextremen Spektrum.

Die Polizei zählte demnach 14 Angriffe auf Flüchtlingsheime - zumeist Sachbeschädigungen oder das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. 50 Mal wurden Asylbewerber außerhalb ihrer Unterkunft angegriffen oder beleidigt. In sechs Fällen waren ehrenamtliche Helfer oder Hilfsorganisationen, die sich für die Belange von Flüchtlingen einsetzen, Ziel von Attacken.

Bundesweit wurden 609 Straftaten gegen Flüchtlinge registriert. Das Bundesinnenministerium hält in seiner Antwort fest: „Alle in unserer Gesellschaft und auch die Politik tragen die gemeinsame Verantwortung, sich gegen ein stilles Einverständnis oder auch bloß stilles Hinnehmen solcher Anschläge durch eine Minderheit in unserer Gesellschaft deutlich zu positionieren.“

(dpa)
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