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Prognose: 2050 werden 1,7 Prozent weniger Menschen in NRW leben

Prognose : 2050 werden 1,7 Prozent weniger Menschen in NRW leben

Die Bevölkerungszahl in NRW wird bis 2050 wohl relativ stabil bleiben. Laut einer Vorausberechnung des Statistischen Landesamts wird die derzeitige Einwohnerzahl von 17,9 Millionen auf 17,6 Millionen im Jahr 2050 sinken.

Das teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Den Bericht des Landesamts habe das Landeskabinett beschlossen und damit die Datengrundlage für künftige Planungen auf den Weg gebracht.

„Vor allem eine stabile Geburtenrate und die Zuwanderung aus dem Ausland sorgen dafür, dass die Einwohnerzahl auf einem hohen Niveau bleibt“, erklärte das Ministerium. Gleichzeitig steige der Anteil der Menschen über 67 Jahren im Vergleich zur Erwerbsbevölkerung von 30 Prozent auf 42 Prozent im Jahr 2050 weiter an. Ohne Zuwanderung würde die Einwohnerzahl demnach auf 15,6 Millionen zur Mitte des Jahrhunderts sinken.

Regional erwarten die Statistiker unterschiedliche Entwicklungen. So wird es den Prognosen nach in 18 Kreisen und kreisfreien Städten einen Anstieg der Einwohnerzahl geben. Die höchsten Zuwächse werden in den Großstädten entlang der Rheinschiene erwartet. In Bonn dürfte die Einwohnerzahl demnach um 8,8 Prozent wachsen, in Köln um 5 Prozent und in Düsseldorf um 4,2 Prozent. Auch in Aachen (2,3 Prozent), und den Kreisen Heinsberg (2,7 Prozent) und Düren (1,4 Prozent) wird mit Zuwachs gerechnet.

In 36 Städten und Kreisen werden bis 2050 dagegen weniger Menschen leben. Die höchsten Rückgänge zeichnen sich dabei für die Kreise Höxter (minus 14,3 Prozent), Olpe (minus 13,3 Prozent) und den Märkischen Kreis (minus 13,0 Prozent) ab. In diesen Kreisen sowie in einigen Ruhrgebietsstädten und im ehemaligen Kreis Aachen biete das regionale Wirtschaftsförderungsprogramm neue Fördermöglichkeiten, erklärte das Ministerium. Vor allem der Internetausbau könne die Standortqualität von ländlichen Regionen sehr erhöhen.

(dpa)