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Düsseldorf: 200.000 Überstunden: Sonderurlaub für NRW-Polizisten nach G20-Einsatz

Düsseldorf : 200.000 Überstunden: Sonderurlaub für NRW-Polizisten nach G20-Einsatz

Die 2200 nordrhein-westfälischen Polizisten haben beim G20-Gipfel in Hamburg etwa 200.000 Überstunden angesammelt. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) vom Dienstag entspricht das der jährlichen Arbeitsleistung von 120 Polizisten.

Die Beamten sollen deshalb drei Tage Sonderurlaub erhalten. Das kündigte Innenminister Herbert Reul (CDU) bei einer Vereidigungsfeier für neue Polizisten in Dortmund an. „Die Landesregierung stellt sich hinter die Polizisten und honoriert diesen außerordentlich schwierigen Einsatz”, sagte Reul.

Die Polizisten waren laut GdP zum Teil in 20-Stunden-Schichten eingesetzt worden, mit einer anschließenden Schlafpause von gerade einmal vier Stunden. In Hamburg war es während des G20-Gipfels in der vergangenen Woche zu schweren Krawallen linksextremer Gruppen gekommen. Drei NRW-Beamte wurden verletzt.

In der Dortmunder Westfalenhalle legten am Dienstag 1920 Polizisten des Einstellungsjahrgangs 2016 ihren Eid auf die Landesverfassung ab. „Sie machen dieses Land jeden Tag ein Stück sicherer. Durch Ihren Einsatz, Ihre Hilfsbereitschaft und Ihre Mitmenschlichkeit”, sagte Reul bei der Feier.

Wer Polizist werden möchte, kann sich nach Angaben des Innenministeriums bis zum 4. Oktober online für den Einstellungstermin September 2018 bewerben. Voraussetzung für die Bewerbung ist das Abitur oder eine gleichwertige Qualifikation. Als gleichwertig gilt neben der Fachhochschulreife auch ein Meisterbrief im Handwerk oder eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung mit anschließender beruflicher Tätigkeit von drei Jahren.

(dpa)