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Köln: 20-Jährigen zu Tode gefoltert: Prozess beginnt in Köln

Köln : 20-Jährigen zu Tode gefoltert: Prozess beginnt in Köln

Vor dem Landgericht Köln beginnt am Donnerstag (10. Januar) ein Mordprozess gegen vier junge Männer, die im Juni einen 20-Jährigen zu Tode gefoltert haben sollen.

Einem Gerichtssprecher zufolge sollen die Angeklagten im Alter von 20 bis 26 Jahren ihr Opfer per Telefon zu einer Kölner Sonderschule bestellt haben. Auf dem Weg dorthin hätten zwei der Männer dem 20-Jährigen aufgelauert und ihn mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen.

Dem Opfer gelang vorübergehend die Flucht, bis es von seinen Peinigern erneut mit einem Baseballschläger traktiert wurde. Die Männer sollen den 20-Jährigen dann noch zweimal mit einem Messer in die Brust gestochen und ihm die Lippen zerschnitten haben, bevor sie von ihm abließen und flohen.

Zeugen fanden den jungen Mann blutüberströmt auf einem Marktplatz im Kölner Stadtteil Vingst. Trotz sofortiger Versorgung durch einen Notarzt konnte er nicht mehr gerettet werden. Er starb durch Verbluten.

Dem Gerichtssprecher zufolge war das Tatmotiv Rache. Der 20-Jährige soll sich abfällig über eine Freundin eines der Angeklagten geäußert haben. Einer der Angeklagten soll im Ermittlungsverfahren ausgesagt haben, der 20-Jährige habe selbst mit einem Messer auf einen Freund der Täter eingestochen.