Neuss: 17-Jähriger muss für Messerattacke drei Jahre in Haft

Neuss: 17-Jähriger muss für Messerattacke drei Jahre in Haft

Eine fast tödlich verlaufene Auseinandersetzung unter Jugendbanden hat einen 17-Jährigen aus Dormagen für drei Jahre ins Gefängnis gebracht.

Das Neusser Amtsgericht verurteilte den Jugendlichen am Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung. Er hatte im Prozess gestanden, nach einer Reihe von gegenseitigen Provokationen einen 17-jährigen Kölner in einem Schnellrestaurant angegriffen und mit zwei Messerstichen schwer verletzt zu haben. Das Opfer musste notoperiert werden und lag eine Woche lang auf der Intensivstation.

Der zuständige Richter Heiner sagte, man müsse in diesem „Bandenkrieg unter Jugendlichen” durch das Urteil ein Signal setzen. Die Jugendlichen aus Dormagen und dem Kölner Norden hatten sich immer wieder heftige und auch bewaffnete Schlägereien geliefert.

Die Verteidigung des 17-Jährigen hatte eine Bewährungsstrafe gefordert. Dafür sah das Gericht keine Möglichkeit mehr. Der Jugendliche, der zuletzt von der Schule verwiesen worden war, stand zum Tatzeitpunkt Mitte Februar wegen einer Vielzahl von Einbrüchen noch unter Bewährung. Deshalb sei diesmal eine mehrjährige Jugendstrafe das richtige erzieherische Mittel, so der Richter.

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