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Kein Präsenzunterricht: 15 NRW-Kommunen liegen über einer Inzidenz von 200

Kein Präsenzunterricht : 15 NRW-Kommunen liegen über einer Inzidenz von 200

Die Corona-Neuinfektionszahlen steigen in vielen NRW-Kommunen. Das bremst die für Montag geplante Rückkehr zum Präsenzunterricht. In 19 Städten und Landkreisen – Stand Sonntag – muss weiter online unterrichtet werden.

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Städte und Landkreise mit einer Corona-Inzidenz über den Schwellenwert von 200 auf 15 gestiegen. Am Vortag waren es 14, vier weitere Kommunen – Dortmund und Bonn sowie die Kreise Lippe und Recklinghausen – lagen am Sonntag mit Werten über 195 nur noch knapp unterhalb dieser Grenze. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

Damit wird die für Montag (19.4.) geplante Rückkehr zum Präsenz-Schulunterricht im bevölkerungsstärksten Land erheblich gebremst. Das Land hat 15 der 53 NRW-Kommunen ausdrücklich benannt, die beim Distanzunterricht bleiben: Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Krefeld, Märkischer Kreis, Kreis Mettmann, Mülheim an der Ruhr, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Stadt Remscheid, Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Solingen, Kreis Unna und Stadt Wuppertal. Außerdem setzten Dortmund, Hamm und Bonn sowie die Kreise Recklinghausen und Gütersloh den Vor-Ort-Unterricht wegen zu hoher Corona-Zahlen weiter aus. Bielefeld kündigte an, ab Dienstag Distanzunterricht einzuführen.

Bei einer Inzidenz über 200 an drei aufeinanderfolgenden Tage darf es in den Schulen keinen Präsenzunterricht mehr geben. Ausnahmen für Abschlussklassen und Notbetreuung sind möglich.

Anstieg der NRW-Inzidenz

NRW-weit stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tagen am Sonntag weiter auf 167,1 (Vortag 164,5). Remscheid blieb mit einer Inzidenz von 342,2 negativer Spitzenreiter. Sechs von 53 Kommunen liegen noch unter der 100er-Schwelle, die schon eine Alarm-Marke für erweiterte Schutzvorkehrungen ist: die Kreise Soest, Neuss, Höxter und Coesfeld sowie die Städte Münster und Bottrop.

Landesweit infizierten sich binnen 24 Stunden 4438 Menschen mit dem Coronavirus – knapp 800 weniger als am Vortag. 14 weitere Todesfälle wurden gemeldet. In NRWs größter Stadt Köln stieg die Inzidenz von 172,4 auf 178,3. Dort – wie in mehreren weiteren NRW-Kommunen – waren Samstagfrüh nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten, gegen die es in Köln eine friedliche Protestkundgebung gab.

Insgesamt haben sich in NRW seit Ausbruch der Pandemie fast 680.000 Menschen infiziert. 14.868 Todesfälle wurden bis Sonntagfrüh gemeldet.

(dpa)