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Eschweiler: 1200 Konzertbesucher hörten keinen Ton

Eschweiler : 1200 Konzertbesucher hörten keinen Ton

1200 Konzertbesucher standen am Montag vor der Weisweiler Festhalle und warteten auf Einlass zum Konzert der türkischen Sängerin Gülben Ergen. Vergebens. Die Halle blieb verschlossen.

Lediglich ein kleines Schild deutete auf den Ausfall des Gastspiels hin. „Meine Damen und Herren ... Malik Okur hatte gestern einen Autounfall, bei dem er gestorben ist. Das Konzert fällt deshalb aus, es findet kurze Zeit später statt. Falls nicht, wird das Geld zurück gezahlt. Entschuldigung.”

Nur mit dem Namen Malik Okur konnte keiner der friedlichen aber erbosten Gäste etwas anfangen. Recht schnell kam der Verdacht, dass man hier einem Betrüger auf den Leim gegangen war.

Dieser Verdacht erhärtete sich, als die alarmierten Ordnungshüter ihre ersten Ermittlungen aufnahmen. Demnach hatte der Veranstalter, eine Firma aus Hamburg, in Aachen, Alsdorf, Würselen, Aldenhoven, Baesweiler und Stolberg für das Konzert geworben und Vorverkaufstellen eingerichtet.

Die Nachfrage war groß, 1200 Karten für je 20 Euro gingen über die Ladentheken. Unter der auf den Eintrittskarten und Flyern angegebenen Telefonnummer war der Veranstalter nicht zu erreichen.

Dies sei bereits der Tagen der Fall teilte der Verpächter der Halle mit. Der hatte im Übrigen die Halle aus Anlass des Konzertes geschmückt und bestuhlt. Seine Auslagen bis dahin: 2000 Euro.

Als wenig später die Wartenden die Mitteilung erreichte, dass die Künstlerin offenbar selber nichts von einem Arrangement in Weisweiler wusste, erstatteten die Ermittler eine Anzeige wegen des Verdacht des Betruges in 1200 Fällen. Geprellte sollten sich bei der Polizei unter der Rufnummer 02403 - 9577 3614 melden.