Kreis Heinsberg: Notfallpraxen: SPD für Resolution

Kreis Heinsberg: Notfallpraxen: SPD für Resolution

Mit Blick auf die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Notfallpraxen im Kreis Heinsberg zu schließen, hat die SPD-Kreistagsfraktion beantragt, in der Sitzung des Kreistags am 12. März eine Resolution zu beschließen.

Der Kreistag des Kreises Heinsberg soll die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Ärztekammer Nordrhein auffordern, die drei zentralen Notfallpraxen im Kreis zu erhalten.

Der Erhalt der drei Notfallpraxen sei erforderlich, um eine bedarfsgerechte kassenärztliche Versorgung im Kreis Heinsberg sicherzustellen, erklärten Fraktionsvorsitzender Ralf Derichs und Kreistagsmitglied Karl-Heinz Röhrich von der SPD.

Die Reduzierung auf nur eine Notfallpraxis sei gerade in einem Flächenkreis für die Versorgung der Bevölkerung „untragbar und nicht akzeptabel“.

Vor allem älteren Menschen sei es nicht zumutbar und teilweise auch nicht möglich, nachts und an Wochenenden — ohne ein entsprechendes Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr — die dann nur noch einzige Notfallpraxis in der Kreisstadt aufzusuchen.

Dies würde zu einer höheren Belastung der Notfallambulanzen in den Krankenhäusern und zu verstärkten Notfalleinsätzen für Rettungsdienst und Notärzte führen. Zudem widerspreche die Schließung von Notfallpraxen den Überlegungen zur kommunalen Pflegeplanung, bei der eine quartiersbezogene Versorgung angedacht sei. Dazu gehöre eine wohnortnahe notfallärztliche Versorgung.

(disch)
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