Erkelenz: „Nirgendwo ist hier“: Ausstellung zum Thema Asyl

Erkelenz: „Nirgendwo ist hier“: Ausstellung zum Thema Asyl

Flucht … Asyl — Was nimmt man mit, wenn man nicht weiß, wohin man geht? Wie richtet man sich ein, wenn man nicht weiß, wie lange man bleiben kann? Wie verständigt man sich, wenn man eine Sprache nicht spricht?

Ist Duldungsstatus ein Begriff, der Mut machen kann? Und wie wächst man auf, wenn man zur Volljährigkeit abgeschoben werden kann, in eine Heimat, die man nicht kennt?

Die Evangelische Kirchengemeinde Erkelenz und die Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich zeigen vom 10. bis 20. November die Ausstellung „Nirgendwo ist hier“ in den Räumlichkeiten des Martin-Luther-­Hauses in Erkelenz an der Mühlenstraße 4-8. Am Dienstag, 10. November, 19 Uhr, sind Interessierte zur Ausstellungseröffnung eingeladen.

In Zusammenarbeit mit Studierenden und Dozierenden der ecosign-Akademie für Gestaltung Köln sowie der Fachhochschulen Bielefeld und Dortmund hat der Flüchtlingsrat NRW ein Projekt initiiert, in dessen Rahmen sich Studierende auf unterschiedlichen Wegen dem Themenkomplex Flucht und Asyl nähern sollten. So entstanden 112 Arbeiten.

Fotografie als Spiegel

Die Studierenden haben sich „ein Bild gemacht“ und meinen, „wirklichkeitsbezogene Fotografie setzt sich mit dem auseinander, was ist. Es geht dabei um mehr als das Aufzeichnen einer Spur. Fotografie kann ein Spiegel sein, den man dem Betrachter vorhält. In diesem Sinne schreiben wir in diesem Projekt mit Bildern, beschreiben und erforschen und versuchen anhand verschiedenster fotografischer Positionen herauszufinden, was es bedeutet, ein Flüchtling zu sein.“

Der einführende Vortrag von Ali Ismailovski zur Ausstellungseröffnung an diesem Dienstag erläutert das Projekt und die Arbeit des Flüchtlingsrates NRW auch im Hinblick auf die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen. Ali Ismailovsk gehört zum Vorstand des Flüchtlingsrates NRW und ist in Erkelenz aufgewachsen. Auch diese Erfahrungen sollen Raum in seinem Vortrag finden.

Interessierte sind zur Ausstellungseröffnung willkommen. Der Veranstalter bittet um Anmeldung bei der Evangelischen Erwachsenenbildung unter Telefon 02461/99660 oder bei der Evangelischen Kirchengemeinde in Erkelenz unter Telefon 02431/96060 oder per E-Mail an eeb@kkrjuelich.de.

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