Gangelt: Nikolausmarkt lockt viele Besucher aus nah und fern

Gangelt: Nikolausmarkt lockt viele Besucher aus nah und fern

Der Nikolausmarkt in Gangelt stieß am ersten Advent wieder auf ein reges Interesse von Besuchern aus nah und fern.

Bürgermeister Bernhard Tholen, der zusammen mit Ortsvorsteher Gerd Schütz die 26. Auflage dieses Marktes rund um den Freihof und den Markt eröffnete, erinnerte daran, wie schwer es gewesen sei, das alles wieder auf die Beine zu stellen, nachdem Karl-Heinz Milthaler nach vielen Jahren 2013 als Organisationsleiter das Amt abgegeben habe. Diesmal war der Markt vom Gangelter Ordnungsamt unter der Leitung von Helmut Görtz organisiert worden.

Dass es einen deutlichen Umbruch gegeben hat, zeigte sich nicht nur daran, dass bei der kleinen Eröffnungsfeier am Morgen zum ersten Mal in all den Jahren der Nikolaus fehlte. Denn auch Willi Babel, der am Nachmittag aktiv war, sucht dringend einen Nachfolger. Gar nicht neu war allerdings die Feststellung vieler Markbesucher, dass das reine weihnachtliche Angebot und die Waren der Hobbykünstler, die den Markt im Schatten der Pfarrkirche über viele Jahre ausgezeichnet haben, wieder weniger geworden waren. Sehr positiv machte sich bemerkbar, dass in der Bruchstraße weitestgehend nun die gesamte Breite der Straße genutzt und die Stände auf die Bürgersteige gesetzt wurden. Von dort strömen nämlich die meisten Gäste auf den Markt; es gab viel mehr Platz.

Bäckermeister Eduard Bückers backt seit dem ersten Markt Berliner am Freihof und wird dabei von einer großen Damenriege unterstützt. Wie viele der schmackhaften Teigwaren es am Ende waren, hat wohl keiner gezählt. Olaf und Sandra Krause boten den beliebten und wärmenden Burgwächter an, daneben standen Toni Herbertz und Monika Rademacher, die das Jahr über so manches Likörchen produziert hatten und nun das schmackhafte Getränk unter die Besucher brachten. Kaum einen Weg hinein fand man beim Musikverein St. Hubertus, wo reichlich Glühwein angeboten wurde.

Die evangelische Kirchengemeinde schenkte Suppe gegen eine Spende aus; der Erlös soll syrischen Flüchtlingen zugutekommen. Die Pfadfinder hatten mit „Kuchen im Glas“ eine außergewöhnliche Idee, und gegenüber war das Kinderkarussell fast ständig ausgebucht. Da ja besonders die Niederländer den Nikolausmarkt in Gangelt schätzen, hatten diese Gäste diesmal einen eigenen Ansprechpartner bei der Polizei: eine deutscher und ein niederländischer Polizist gingen gemeinsam Streife. Auch sie sahen die Angebote, die man auf jedem anderen Markt auch findet, aber eben auch das, was Gangelt einst groß gemacht hat: Ein Teil der rund 120 Aussteller waren Hobbykünstler, die im Laufe eines Jahres mit viel Engagement ein weihnachtliches Angebot erstellen, das einer solchen Veranstaltung dann die besondere Note gibt. Das Problem scheint zu sein, dass viele andere Marktbetreiber sich genau um die Aussteller reißen.

Wenn es Abend wird rund um St. Nikolaus, dann zeigt sich die Budenstadt von einer ganz besonderen Seite. Beleuchtungen sorgen für ein tolles Flair. Als dann schließlich die Händler ihre Waren einpackten, gingen die wenigsten Gäste nach Hause. An den Getränkeständen herrschte noch Hochbetrieb, und in geselliger Runde wurde Abschied gefeiert.

Deutlich verkalkuliert hatten sich Achim Tholen und Heiko Wolter. Ihre Idee, in dem alten Braukeller gegenüber der Kirche „Gängelder Bejer“ anzubieten, hatte sich rund gesprochen. Frisch gezapftes Bier war schnell aus — und auch die Flaschen reichten nicht bis zum Schluss. Also noch etwas, dass sich im nächsten Jahr ändern sollte.

(hama)