Nieder mit der Autokorrektur

Nieder mit der Autokorrektur

Wie schreibt man nochmal Feuilleton, Portemonnaie oder Aperitif? Eigentlich sind uns solche Wörter aus Texten im Deutschunterricht, dem Kreuzworträtsel oder aus der Lektüre von Romanen bekannt. Doch seit der Etablierung der Handy-Kultur vergessen wir, wie wir etwas schreiben müssen.

Nach drei getippten Buchstaben lassen wir die Autokorrektur für uns arbeiten lassen. Wir strengen uns nicht mehr an, lassen unseren Rechtschreibsinn mit schrecklichen Abkürzungen und fehlender Interpunktion und Groß- und Kleinschreibung verkümmern. Wir befördern uns selbst in eine Rechtschreibschwäche, weil wir zu faul werden, selbst nachzudenken oder nachzuschlagen wie „pittoresk“ geschrieben wird.

Dank Hörbuchboom und Lesefaulheit trainieren wir viel zu wenig unser Vokabular und schlittern immer weiter in unsere Misere. Dabei ist die Lösung einfach: die Autokorrektur ausstellen, jede Woche ein Ründchen Scrabble mit Freunden und vor dem Einschlafen schalten wir nicht den iPod an, um den neuen Fitzek zu hören, sondern schlagen den neuen Fitzek auf, um ihn zu lesen.