Erkelenz: Nicht jeder Interessent für die Selbstständigkeit gerüstet

Erkelenz: Nicht jeder Interessent für die Selbstständigkeit gerüstet

Am Wochenende fand in der Erkelenzer Stadthalle die erste Zukunftsmesse für Weiterbildung und Existenzgründung statt. Unter dem Titel „Perspektive jetzt” präsentierten sich Weiterbildungsinstitute und Institutionen wie die Arbeitsagentur, die Industrie- und Handelskammer sowie das Referat für Wirtschaftsförderung der Stadt.

Auch für angehende Existenzgründer gab es unter den 16 Ausstellern den geeigneten Ansprechpartner.

„Die Messe soll sich zur Informationsplattform für interessierte Menschen im Kreis Heinsberg entwickeln und Fragen zur Berufsfindung, Aus- und Weiterbildung sowie zur Existenzgründung beantworten”, erklärte Organisator Markus Dannhauer, Geschäftsführer der Firma NiederrheinMessen.

Nach diesem Probelauf werde es im Juli eine weitere Messe zum Thema Berufswahl und Ausbildung geben. Ziel der Messe sei es aber nicht, jeden zwangsläufig in die Selbständigkeit zu empfehlen. Vielmehr müsse auch die fachliche Kompetenz des Interessenten hinterfragt werden. „Wenn die nicht stimmt, würde ich von einer Existenzgründung abraten.”

Bei der Stadt war er mit seiner Idee einer Zukunftsmesse auf offene Ohren gestoßen, wie er betonte. So unterstrich Bürgermeister Peter Jansen bei der Eröffnung der Messe am Samstag die große Bedeutung der Messe für den Schulstandort Erkelenz. Denn Lernen und Bildung endeten nicht mit dem verlassen der Schulen. Lebenslanges Lernen sei der Motor, der die „wichtige Ressource Bildung” stärker für wirtschaftliche Dynamik und persönliche Aufstiegschancen erschließe.

Neben den persönlichen Informationen der Bildungsträger und Anbieter konnten die Messebesucher sich auch bei Fachvorträgen und einer Podiumsdiskussion informieren.

Sandra Schürger vom Referat für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing zeigte sich überzeugt von der Messe. Sie sei „ein guter Anfang, um die Themen Weiterbildung und Existenzgründung ins Bewusstsein der Leute zu bringen”. Aufgrund der demographischen Entwicklung müssten die Menschen damit rechnen, länger zu arbeiten. Dies bedeute auch, dass einmal erlerntes Wissen nicht mehr für ein ganzes Berufsleben ausreiche.