Städteregion: Neujahrsempfang: Die FDP richtet den Blick auf Europa

Städteregion: Neujahrsempfang: Die FDP richtet den Blick auf Europa

Die FDP in der Städteregion ist jünger geworden. Das zeigte sich am Sonntag beim Neujahrsempfang der beiden Kreisverbände Aachen-Stadt und Aachen-Land in Herzogenrath. „An fast jedem Tisch sitzen Jungliberale, an einem haben sie sogar die Mehrheit“, stellte Dr. Werner Pfeil, Aachen-Land-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter, erfreut fest.

Den Landtags- und den Bundestagswahlkampf im vergangenen Jahr habe die FDP überaus erfolgreich bestritten, was sich nicht nur in der Stärke der beiden Fraktionen, sondern auch bei den Parteieintritten zeige. So verzeichneten die Liberalen in der Städteregion 140 Neuzugänge, davon allein 95 in der Stadt Aachen. Pfeil und sein Stadt-Kollege Dr. Alexander Heyn hoffen, dass sie sich aktiv in die Diskussionen einbringen.

Themen gibt es genug, bei denen Liberale gestaltend tätig werden wollen. Das wichtigste Thema — neben Digitalisierung — ist für Pfeil und den FDP-Bezirksvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Markus Herbrand die Europapolitik. „Wir müssen jetzt die Diskussion darüber führen, wie wir Europa ausgestalten wollen“, sagte Herbrand. „Wollen wir die Vereinigten Staaten von Europa, wie sie Martin Schulz propagiert, oder wollen wir ein dezentral organisiertes Europa? Ein Europa der Regionen?“

Nicht „jeder Quatsch“ müsse in Brüssel beschlossen werden, so Herbrand. Es gebe sicherlich vieles, was man mehr gemeinsam machen könnte. Aber: Die finanzpolitische Eigenverantwortung der Staaten müsse bleiben. Und: „Wir dürfen Europa als Wirtschafts- und Wertegemeinschaft nicht den Populisten überlassen.“ Anders als Herbrand kann sich Pfeil vorstellen, dass es ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ gibt, also einige Staaten punktuell enger zusammenarbeiten und andere später oder auch gar nicht dazustoßen. „Ich freue mich auf die Diskussionen mit euch darüber.“

Im Landtag werden laut Pfeil Probleme, die Grenzregionen betreffen, inzwischen besser wahrgenommen als früher. Das gelte für den grenzüberschreitenden Katastrophenschutz ebenso wie für die grenzüberschreitende Schulwahl.

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