Randerath: Neuer Eingangsbereich des „Marienwinkels”

Randerath: Neuer Eingangsbereich des „Marienwinkels”

Mit der Renovierung des so genannten Marienwinkels in der Feldstraße haben die Randerather einen zweiten großen Schritt hin zur Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft” getan.

Der Heinsberger Stadtteil war bekanntlich im vergangenen Sommer beim gleichnamigen Kreiswettbewerb mit Gold belohnt worden und hatte sich zusammen mit Langbroich-Harzelt und Waurichen für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Vor einigen Wochen war in der Nähe der evangelischen Kirche an ihrem früheren Standort wieder eine alte Dorfpumpe aufgestellt worden. Nach der Restaurierung der Kapelle sollen jetzt bis zum Besuch der Bewertungskommission am 25\. Juni noch Informationstafeln im Ort aufgestellt werden.

Die Arbeiten an der ursprünglich aus dem 19\. Jahrhundert stammenden Kapelle sind ebenfalls eine Initiative des Randerather Ortsrings. Die ursprüngliche, kleine Cornelius-Kapelle mit Rokokoaltar hatte eine kleine Pieta aus dem Jahr 1704 geschmückt. Nach deren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg errichtete eine Randerather Familie zu Ehren der Mutter Gottes den „Marienwinkel”.

„Dankbar für die Unterstützung bei der Renovierung sind wir nicht nur unseren freiwilligen Helfern, sondern auch der Kirchengemeinde, der Stadt, den ortsansässigen Geldinstituten und nicht zuletzt einigen privaten Sponsoren”, betont Ortsvorsteher Heinz Franken. Rund 5000 Euro hat die gesamte Maßnahme gekostet, bei der eine Wand und der Boden erneuert wurden. Hinzu kamen Arbeiten am Dach und an der Turmspitze mit dem Kreuz.

Bei den Bauarbeiten engagierten sich vor allem Rudi Netzer und Alfred Geyer. „Nicht vergessen sollten wir aber auch Elsbeth Schiffgens, die im Marienwinkel immer für Blumen und Kerzen sorgt”, so Franken.

Den Abschluss der Renovierungsarbeiten bildete eine neue Verglasung des Eingangsbereichs durch den Heinsberger Kunstglaser Achim Thomas. Er hat seine künstlerische Arbeit in ihrer Formgebung der vorhandenen Eisenkonstruktion angepasst. Die Farben Gelb, Blau, Grün und Braun symbolisieren dabei die Sonne, das Wasser, Bäume und Erde.

Die einer hochwertigen Bleiverglasung täuschend ähnlich sehende Arbeit besteht aus UV-beständigen Folien und Blei, die auf eine durchgehende Scheibe aus Sicherheitsglas aufgeklebt sind. „Das ist nicht nur kostengünstiger, sondern bringt diesem großflächigen Türbereich auch noch mehr Stabilität”, betont der Künstler. Abgerundet wird das „Landschaftsbild” durch Wolken in Sandstrahltechnik im oberen Türbereich.

Mehr von Aachener Zeitung