Städteregion: Neue Töne beim traditionellen Musikfest der Städteregion

Städteregion: Neue Töne beim traditionellen Musikfest der Städteregion

Seit 63 Jahren wird das Musikfest der Städteregion, vorher des Kreises Aachen, ausgerichtet. Statistisch gesehen trat alle neun Jahre der Musikverein Heimat-Echo Steckenborn als Veranstalter in Erscheinung (erstmals 1963). Da sollte man wissen wie es geht.

Beim Musikfest 2018 am Wochenende bewies der Verein einmal mehr sein organisatorisches Talent mit der inzwischen siebten Ausrichtung des Festes. Höhepunkt war der Festzug durch das Dorf, der von vielen hundert Besuchern voller Begeisterung verfolgt wurde.

Beim Festzug durch Steckenborn erhielten die 14 Musikvereine Verstärkung durch Dorfvereine. Viele Zuschauer säumten die Straße. Foto: Peter Stollenwerk

Zwar war von über 50 Musikvereinen in der Städteregion nur ein Bruchteil in Steckenborn vertreten, aber das regionale Treffen ist nach wie vor für viele aktive Musiker nicht wegzudenken. Dass die Musikvereine aus dem Südkreis bei diesem Fest von Beginn an in der Überzahl sind, ist auch eine feste Größe bei dieser Veranstaltung.

Dorfvereine bereichern den Festzug

Die Städteregion, die das Musikfest finanziell unterstützt, hat aber seit dem vorigen Jahr konzeptionelle Korrekturen vorgenommen, um den bildenden Charakter der Veranstaltung stärker zu betonen. So war zum zweiten Mal das Fest mit einem Workshop verbunden. Im Probelokal von Heimat-Echo fanden sich zahlreiche Teilnehmer zu einem Polka & Marsch-Workshop ein.

Nach dem Festzug, der durch die gleichzeitig in Steckenborn stattfindende Kirmes und die Beteiligung der Dorfvereine noch eine bunte Note erhielt, versammelten sich die 14 teilnehmenden Musikvereine auf der Festwiese zum Gesamtspiel. Harald Küpper, der Vorsitzende des Musikverbandes Aachen im Volksmusikerbund und stellvertretender Kreisdirigent, dirigierte den Marsch „In aller Freundschaft“, der von rund 250 Musikern vorgetragen wurde, darunter waren mit Musikern aus Aachen-Eilendorf und Herzogenrath-Straß auch zwei Vereine außerhalb des Südkreises vertreten.

Harald Küpper räumte im Gespräch mit unserer Zeitung ein, dass die Bedeutung des Musikfestes ein wenig abgeklungen sei. Daher solle auch künftig die vorgenommene strukturelle Neuausrichtung in den Vordergrund gestellt werden. Das schöne Rahmenprogramm in Steckenborn und die hohe Beteiligung der Bevölkerung an der Brauchtumspflege täten dem Fest gut und förderten das Gemeinschaftsgefühl, betonte Küpper.

Neue Vereine gewinnen

Zuvor hatte Axel Wirtz, der stellvertretende Städteregionsrat, die Bedeutung der Musikvereine für die Region herausgestellt. Durch die Neuausrichtung des Musikfestes werde nun stärker der bildende und städteregionale Charakter hervorgehoben. Damit sei die Hoffnung verbunden, auch wieder neue Vereine für das musikalische Treffen zu gewinnen.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns lobte besonders den Einsatz des Ausrichters. Der Steckenborner Musikverein Heimat-Echo stehe seit 85 Jahren für „gute Musik und viele Aktivitäten“.

Ortsvorsteher Ralph Löhr griff das Motto des Musikfestes „Musikalische Vielfalt ist Tradition“ auf und zeigte sich stolz auf die Vielfalt des Vereinsleben in Steckenborn, die zum Ausklang des Tages auch die vielen musikalischen Gäste in sommerlicher Atmosphäre genießen konnten.

Im kommenden Jahr ist der Musikverein Eilendorf Ausrichter des Musikfestes. Für das Jahr 2020 hat sich die Musikvereinigung Montjoie aus Monschau beworben.

(P. St.)