Aachen: Neue Runde im Kampf um den Gründerpreis

Aachen: Neue Runde im Kampf um den Gründerpreis

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Im Deutschen Gründerpreis für Schüler steht eine neue Runde an. Im Bildungscenter der Sparkasse Aachen trafen sich jetzt die 29 Teams der Städteregion Aachen zur Kickoff-Veranstaltung.Spielbetreuerin Svenja Kirchhoff, Personalleiter Markus Breuer und Moritz Ernst von der GründerRegion Aachen begrüßten die Schüler.

Für vier Monate — von Januar bis Mai 2015 — dreht sich bei den insgesamt 134 Jugendlichen nun alles um das Unternehmertum. In Teams gründen die Schüler ihre eigene fiktive Firma, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sie testen spielerisch, ob sich ihre Geschäftsidee erfolgreich umsetzen lässt.

Dazu müssen sie — wie im richtigen Leben — einen Businessplan erstellen. Anhand von neun aufeinander aufbauenden Aufgaben entwickeln die Teams ein umfassendes Geschäftskonzept für ihr Unternehmen — von der Geschäftsidee über die Marktanalyse und Finanzierung bis hin zu Marketingmaßnahmen.

Sind alle neun Aufgaben vollständig ausgearbeitet, erhalten die Teams eine individuelle Beurteilung der Expertenjury. Die Jury, bestehend aus Vertretern der Partner, sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ermittelt zum Schluss die zehn besten Geschäftskonzepte. Nicht allein das kreativste Produkt, sondern das überzeugendste Konzept erhält am Ende die bundesweite Ehrung.

Für Fabian Wicking, Felix Gruschka, Martin Römgens, Antonia Böckers, Franziska Kores und Jan Böckers vom Heilig-Geist-Gymnasium (HGG) in Würselen erfüllte sich der Traum von der erfolgreichen Geschäftsidee im vergangenen Jahr. Mit ihrer Aequo GmbH wurden sie Bundessieger 2014.

„Es ging um die Entwicklung und Vermarktung eines variabel verwendbaren Gerätes, welches den durch beispielsweise Parkinson hervorgerufenen Tremor ausgleichen soll und somit den betroffenen Personen alltägliche und essentielle Aufgaben wie zum Beispiel das Essen erleichtern kann“, erklärt Fabian Wicking.

Aufgrund der rhythmischen Struktur der Tremorerkrankung sei es ihnen möglich, durch die Analyse des Zitterns durch Beschleunigungs- beziehungsweise Gyrosensoren, den Rhythmus des Tremors zu erkennen und mit Hilfe zweier Motoren entgegenzuwirken und somit nahezu auszugleichen.

„In diesem Jahr wurden wir informiert, dass es noch keine Anmeldungen von Teams vom HGG gibt. Deshalb haben Felix und ich an zwei Tagen den Wettbewerb und unsere Erfahrungen präsentiert“, erzählt Wicking. Die Resonanz war gewaltig: Rund 80 Schüler haben sich in 17 Teams zusammengefunden. Als Berater und Coachs sind Wicking und die anderen nun auch in dieser Spielrunde aktiv.

„Nach unserem Sieg haben wir viele Interviews gegeben und wurden in die Schweiz zu einer Konferenz eingeladen. Priorität haben im Moment natürlich Schule und Studium, aber für einige von uns besteht weiterhin das Ziel ein eigenes Unternehmen zu gründen“, sagt Wicking. Es sei eine unfassbar interessante Zeit, die vor allem für den weiteren Lebensweg prägend und hilfreich ist.

„Deswegen ist der Gründerpreis eine weitere lohnenswerte Etappe auf der langenReise“, betont Wicking. Die Erfahrungen, die man beim Deutschen Gründerpreis für Schüler sammelt, sind vielfältig und der Einsatz lohnt sich. Im Team lernen die Schüler nicht nur etwas über Wirtschaft, sondern auch über ihre eigenen Stärken und Schwächen. Im Wettbewerb trainieren die Teilnehmer Ausdauer, Mut und Eigeninitiative, um später erfolgreich ihr eigenes Geschäft aufbauen zu können.

Die Sparkasse Aachen hält für die zehn besten Teams in der regionalen Wertung Preisgelder von insgesamt 1800 Euro bereit, die auf der Siegerehrung am 11. Juni 2015 vergeben werden. Auch auf der Wertungsebene des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes gibt es attraktive Geld- und Sachpreise.

Die zehn besten Teams aus ganz Deutschland werden am 23. Juni 2015 bei der Bundessiegerehrung in Hamburg ausgezeichnet.

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