Kreis Heinsberg: Netzwerk der Tagesmütter und -väter: Neue Informationsbroschüre

Kreis Heinsberg: Netzwerk der Tagesmütter und -väter: Neue Informationsbroschüre

Waltraud Große ist seit elf Jahren Tagesmutter. „Ich habe immer darauf Wert gelegt, mich mit anderen Tagesmüttern auszutauschen“, weshalb sie 2009 mit anderen Tagesmüttern das Netzwerk „Mats“ als einen Zusammenschluss von Tagesmüttern und Tagesvätern aus dem Kreis Heinsberg gründete.

„Seitdem arbeiten wir an der Stabilisierung, am Auf- und Ausbau sowie der Verbesserung der Kindertagespflege durch weitreichende Informationen und unterstützende Maßnahmen für Eltern und Kindertagespflegepersonen“, erklärte sie bei der Vorstellung des neuesten Produkts von „Mats“ im Mehrgenerationenhaus in Übach-Palenberg. Denn nun gibt es eine vom Lions-Club geförderte Informationsbroschüre, die sich sowohl an Eltern wie auch an Pflegepersonen richtet und im handlichen DIN-A5-Format Ideen und Tipps, Hinweise und Fakten bündelt.

Getreu dem Leitbild des Netzwerkes, motiviert, aktiv und solidarisch für Kindertagespflege zu arbeiten, können in der Broschüre nicht nur neue Interessierte, sondern auch die aktuell 29 Mitglieder das für sie Wichtige finden. „Mit dem Heft können wir auch den Qualifizierungsnachweis zur Verfügung stellen“, freute sich Dagmar Philipps-Hüwel vom Vorstand. So stellt die Broschüre übersichtlich auch die Tagesmütter und Tagesväter vor.

Lob für das Engagement

Über das Engagement vom Verein „Mats“ freute sich auch die frühere Bundestagsabgeordnete Christa Nickels, die zwar von einem guten Betreuungsnetz in Deutschland sprach, aber noch „große Maschen“ auf dem Land entdeckte. „Sie haben das Netz enger geknüpft“, so Nickels, die von „Mats“ als Fachverband von Menschen sprach, die in ihrem professionellen Tun noch zu wenig Anerkennung erfahren würden. Tagesmütter böten ein existentielles Angebot, das Eltern eine flexiblere berufliche Ausrichtung ermögliche.

„Eine Arbeitspause der Eltern kann weitreichende Folgen haben“, verwies Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch auf die Problematik des Wiedereinstiegs und auf eventuell nicht eingezahlte Rentenbeiträge als Hemmnisse. Die Arbeit des Netzwerks würdigte der Bürgermeister mit den Worten: „Mit ihrem Einsatz zeigen sie in ganz besonderer Art und Weise, dass bürgerschaftliches Engagement unsere Gesellschaft nach vorne bringt.“

(mabie)
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