Inden: Naherholungsgebiet: „Alte Kippe“ ersetzt Lurchberger See

Inden: Naherholungsgebiet: „Alte Kippe“ ersetzt Lurchberger See

Der Lucherberger See fällt in spätestens vier Jahren weg als Naherholungsgebiet in Inden. Dem künstlichen See wird das Wasser abgegraben, wenn der Tagebau Inden sich nähert.

Damit vor allem die Lucherberger auch in Zukunft die Möglichkeit haben, sich in der Natur die Füße zu vertreten, soll die Abraumhalde, die im Volksmund „Alte Kippe“ genannt wird, „aufgemöbelt“ werden. Davon spricht die Gemeinde Inden in einer Mitteilung. Aufgemöbelt trifft es. Denn auf der Alten Kippe hat RWE Power jetzt einen Aussichtspunkt eingerichtet mit zwei Bänken. Zwischen beiden Bänken hat das Unternehmen am Donnerstag eine Winterlinde gepflanzt, den Baum des Jahres 2016.

„Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir mit unserem Anliegen ein offenes Ohr gefunden haben“, sagte der Lucherberger Ortsvorsteher Rudi Görke (SPD). Die Projektgruppe Lucherberg, unser Projekt Ort (LUPO) sei laut Görke sehr bemüht, die Alte Kippe als Naherholungsgebiet weiterzuentwickeln, erklärte Görke. Die Wege sind freigeschnitten worden, jetzt gibt es die Sitzgruppe. „Ich habe jetzt schon den Eindruck, dass die Alte Kippe gut angenommen wird“, sagte Görke weiter. „Für eine richtige Wanderung reicht die Alte Halde nicht“, sagte Regina Dechering von der Gemeindeverwaltung. „Aber für einen schönen Spaziergang sehr wohl.“

Die Alte Kippe ist in den 50er Jahren im Rahmen des Tagebaus aufgeschüttet worden, genau wie die benachbarte Goltsteinkuppe, auf der heute Indens Touristenattraktion Nummer eins steht, der Indemann.

Die Winterlinde ist der Baum des Jahres 2016. „Dieser Titel wird vergeben, um auf Baumarten aufmerksam zu machen“, sagte RWE-Förster Rolf Zähringer. Die Winterlinde sei selten geworden, weil ihr Holz als Bau- und Brennmaterial wenig geeignet sei.

(jan)