Gangelt-Breberen: Nach Sanierung viel mehr Raum

Gangelt-Breberen: Nach Sanierung viel mehr Raum

Heller. Größer. Weiter. Auf den „Aha-Effekt” setzen die Planer in der Gemeindeverwaltung, wenn sich nach diesen Sommerferien die ersten Schwimmgäste in die Halle neben der Grundschule im Brüxgener Heidweg begeben. Zurzeit wird das Bad von Grund auf saniert.

Die energetische Erneuerung rund um das 80 Kubikmeter-Becken bringt in der Tat auch optische Veränderungen mit sich. Auf dem Dach hat sich schon Entscheidendes verändert. Heinz Horrichs (Haustechnik) und Dipl.-Ing. Josef Backhaus (Gebäudeunterhaltung) erinnern sich an den „mühseligen Abbau” der alten Konstruktion.

Rund 900 Quadratmeter Flachdach waren mit Bitumenbahnen und einer rund sechs Zentimeter starken Kiesschicht belegt. Die musste im Wortsinn abgesaugt werden; Silofahrzeuge brachten die etwa 120 Tonnen Gestein zu einem Verwerter.

Die Betonplatte des Hallendachs hat nun einen leichten Bitumenanstrich unter einer 1,5 Millimeter starken Folie, die besonders für Flachdächer entwickelt worden ist. Die „Dampfsperre”, Brandschutz inklusive, weist ein Gefälle auf, das Niederschlagswasser zu Abläufen führt. Die Ränder der selbstklebenden Folienrollen sind bei einer Temperatur von rund 600 Grad verschweißt.

Unter der Innendecke des Bades ist eine moderne, fünf Zentimeter starke Dämmung angebracht und weiß verputzt. Hoher technischer Aufwand ist geleistet worden für die Filter-, Be- und Entlüftungssysteme wie auch für die Wasseraufbereitung. „Nach 40 Jahren ist eine solche Anlage total veraltet”, erkennt auch Hausmeister Markus Classen. Rund 580.000 Euro kostet die Grundsanierung, mit 420.000 Euro getragen aus dem Konjunkturpaket des Bundes.

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