Kreis Heinsberg: Musikolympiade und Vorspieltag: Vom Notenmemory bis zum Expertenrat

Kreis Heinsberg: Musikolympiade und Vorspieltag: Vom Notenmemory bis zum Expertenrat

Bei der West-­Musikolympiade des Kreismusikverbandes konnte der musikalische Nachwuchs spielerisch sein Wissen unter Beweis stellen. An zehn Stationen, die in der Aula der Pestalozzischule in Erkelenz aufgebaut waren, warteten verschiedene musikalische Aufgaben auf die Teilnehmer — zum Beispiel das Erkennen von Tönen und Rhythmen oder das Notenmemory.

Die Spiele hatten natürlich auch einen pädagogischen Sinn, denn sie sollten den Musikschülern helfen, bei den bevorstehenden Prüfungen selbstbewusst aufzutreten und Lampenfieber abzubauen.

Kreismusikverband— dies ist der neue Name des Volksmusikerbundes im Kreis Heinsberg. Seit einigen Wochen trägt die Organisation den neuen Namen. Dies ist ein Ergebnis der Regionalkonferenzen, in denen die Mitgliedsvereine über mögliche neue Wege der Vereins- und Jugendarbeit diskutiert hatten. „Der alte Name war überholt“, erklärte Kreisfachleiter Bernhard Knoben. „Das klang zu sehr nach aufgeblähten Backen.“ Denn der Weg führe längst weg von der Dorfkapelle und hin zum modernen Orchester mit einem zeitgemäßen Repertoire.

Trotzdem sei es schwieriger geworden, junge Musiker für die Ausbildung zu finden, wusste Kreisjugendleiterin Janina Corsten zu berichten. Derzeit seien in den angeschlossenen Vereinen des Verbandes rund 4500 Jugendliche aktiv. „Das sind schon deutlich weniger als noch vor wenigen Jahren“, betonte sie. Das kritische Alter für eine Abkehr von der Vereinsmusik sei mit zwölf Jahren auch noch mitten in der Ausbildung. Erschwerend komme hinzu, dass durch den Ganztagsunterricht an den weiterführenden Schulen die zur Verfügung stehende Zeit bei den Jugendlichen immer knapper werde.

Auch bei der Musikolympiade in Erkelenz war die Teilnehmerzahl mit 22 Jugendlichen eher überschaubar. Am Vorspieltag nahmen 13 Schülerinnen und Schüler teil. Sie nutzten die Gelegenheit, in der Vorbereitung auf die D1-Prüfung den Rat von Fachleuten zu erhalten. Denn nach jedem Vorspiel gab es eine Manöverkritik mit den beiden Juroren Rebecca und Stefan van Koert. Man sei bemüht, den Prüfungen durch Aktionen wie Musikolympiade oder Vorspielen den Schrecken zu nehmen, erklärte Janina Corsten.

(hewi)