Kreis Heinsberg: Musiker und Zuhörer haben ihre Freude beim Meisterkonzert

Kreis Heinsberg: Musiker und Zuhörer haben ihre Freude beim Meisterkonzert

Auch das dritte Meisterkonzert der Anton-Heinen-Volkshochschule in dieser Saison hatte seine Bezeichnung verdient, diesmal insbesondere wegen seiner ungewöhnlichen Besetzung.

In der Erkelenzer Stadthalle musizierte das Maljo Trio mit den Trompetern Alexander Großpietsch, Jonathan de Weerd und Luis Groß, wobei die ohnehin wenig hilfreiche Unterscheidung zwischen E- und U-Musik keine Rolle spielte.

Erst vier Jahre alt ist das aus einer sommerlichen Laune heraus gegründete Trio, das sich inzwischen auch international einen guten Ruf erworben hat, sind doch die drei Musiker jeweils exzellente Vertreter ihres Instrumentes. Ein Beweis für die besondere Qualität des Trios ist seine Aufnahme in die Förderung der Organisation Yehudi Menuhin Live Music Now. Jeder einzelne der drei Trompeter spielt oder spielte in internationalen Orchestern und hat sich als Solotrompeter hervorgetan.

Humorvoll und publikumsnah moderierte Alexander Großpietsch die zwölf Stücke mit Werken von Beethoven, Mozart, Bach und Bizet, aber auch von zeitgenössischen Komponisten wie Weitzendorf, Hansen, Defay, Dubois, Mendez, Gershwin, Carmichael und Anderson.

Der Reiz des Abends lag vor allem im Abwechslungsreichtum der einzelnen Werke und einer flotten, munteren Grundstimmung. Dabei wurden die Zuhörer, je nach Interesse und Gedächtnis über das Reich der Musik, erinnert an die Königin der Nacht oder Carmen, an alte Filme oder an das eine oder andere exotische Land.

Und so scheint es wenig sinnvoll, jetzt zwölf Stücke aufzuzählen und jedes einzelne mit einem Kommentar zu versehen. Es bleibt der Gesamteindruck eines unterhaltsamen Abends, bei dem auch das Trio offensichtlich große Freude am Musizieren hatte und nicht einfach ein Programm abspulte.

Auch an Kleinigkeiten zeigte sich die Verbundenheit des Trios mit dem Publikum: Die zweite Zugabe wurde ausdrücklich mit einer charmanten Handbewegung des Moderators „dem netten älteren Herrn in der ersten Reihe” gewidmet.

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