Erkelenz-Hetzerath: Museale Zellen erinnern an das Klosterleben

Erkelenz-Hetzerath: Museale Zellen erinnern an das Klosterleben

„Gute Dinge brauchen ihre Zeit”, so lautete bei der offiziellen Einweihung der musealen Zellen im Obergeschoss des Herrenhauses von Haus Hohenbusch die einleuchtende Begründung für die lange Zeitspanne, die zur Realisierung eines schon 2003 gefassten Planes benötigt wurde.

Mit den musealen Zellen und der Gestaltung wurde ein weiterer Mosaikstein im ehemaligen Kreuzherrenkloster geschaffen. Sehr deutlich wird dem Betrachter der zusammengetragenen Fragmente, Nachbildungen und Beschreibungen auf Hinweistafeln das kärgliche, ja mühselige Leben der Kreuzherren, die Schriften vervielfältigten, wissenschaftlich arbeiteten, im Klostergarten für die Nahrungsbeschaffung sorgten und immer und überall an den Kodex ihres zeitweise in ganz Europa verbreiteten Ordens erinnert wurden.

Stuhl, Tisch, Kiste für Bücher und einige noch erlaubte Dinge und hartes Bett waren in den Einzelzellen erlaubt, selbst für die Rasur und die Kleidung gab es Vorschriften. Hohenbusch war viele Jahre von der Gründung des Klosters 1302 bis zur Säkularisierung 1802 ein wichtiger Mittelpunkt des klösterlichen Lebens und christlichen Wirkens. Vor dem gänzlichen Verfall bewahrte die Stadt Erkelenz die Reste des Anwesens 1983 durch den Kauf. Auch durch viel ehrenamtliche Arbeit, unter anderem des Fördervereins, wurde das Gemäuer bei Hetzerath mit neuem Leben erfüllt, ohne die Historie zu vernachlässigen.