Wegberg: Mühlentour in der Stretchlimousine

Wegberg: Mühlentour in der Stretchlimousine

Seit vielen Jahren wird der Deutsche Mühlentag jeweils Pfingsten begangen. Im vergangenen Jahr wurde er in Nordrhein-Westfalen sogar in der Schrofmühle in Wegberg eröffnet. Das alles ist aber den Leuten vom Wegberger Stadtmarketing nicht genug und deshalb proklamierten sie den gesamten Mai 2010 zum Mühlenmonat und den 30. Mai zum Sonntag der Wegberger Mühlentour.

Bürgermeister Reinold Pillich - quasi der Obermüller der Stadt - und seine Mannschaft, sowie Michael Körner von artkonzept und Dietmar Schmitz vom Historischen Verein haben ein Programm erarbeitet, das viele Interessenten in die Schwalmstadt und Umgebung locken soll.

An den Mühlenaktionen beteiligen sich die Dalheimer Mühle, die Buschmühle, die Holtmühle, die Ophover Mühle, die Ölmühle Tüschenbroich, die Tüschenbroicher Mühle, die Molzmühle, die Schrofmühle und die Wegberger (Ramacher) Mühle. Jede von ihnen bietet ein anderes Programm, von geführten Wanderungen über den Atelierbesuch bei einem Künstler, offenem Singen bis natürlich zu Schlemmereien. Zentraler Anlaufpunkt ist die Wegberger Mühle, aber man kann auch an jeder anderen beginnen oder die Tour beenden. Für die Mobilität wird durch Oldtimerbus, Planwagen oder Bahn gesorgt, Rad- oder Fußwanderungen auch streckenweise, sind möglich, es kann gewalkt oder mit Taxi und Stretchlimousine gefahren werden, die Fahrpläne sind zurzeit noch in Vorbereitung und in Kürze im Internet unter dem Eintrag https://www.WegbergerMuehlenTour.de abrufbar.

Tagesticket

Dabei kostet das Ticket für den gesamten Tag, egal, welche Beförderungsarten man wählt, einheitlich nur fünf Euro, das Familienticket bis fünf Personen 12 Euro. An jeder Mühle steht ein „Scout” für Auskünfte bereit.

Das alles soll der Beginn der Verwirklichung des Leitbildes von Wegberg im Tal der Mühlen, der Wohnstadt im Grünen, sein. Immerhin bedecken 33 Prozent des 84 Quadratkilometer großen Stadtgebietes Wälder und heute sind noch 13 Mühlen sichtbar. Hatten die findigen Detektive des Historischen Vereins bisher 22 Mühlen in und um Wegberg identifiziert und nachgewiesen, sind jetzt schon wieder zwei weitere dazu gekommen und beim Stöbern in alten Unterlagen kommen immer mehr dazu.

Die Schwalm im Tal der Mühlen ist nicht nur ein Werbeslogan, sie ist bis heute ein attraktives touristisches Angebot, denn wo kann man noch eine intakte Öl- und Getreidemühle wie in Rickelrath in Betrieb erleben, einen Blick in die Buschmühle werfen, die sonst nicht besichtigt werden kann , die Dalheimer Mühle unmittelbar zu den Niederlanden zu einem Grenztrip nutzen, Wegberger „Mühlenwurst” und Wegberger „Mühlenkorn” probieren und etwas über die Vielzahl unterschiedlich betriebener Mühlen erfahren.

Das alles ist nun durch die Vernetzung von acht Mühlen, von denen fünf gastronomisch genutzt werden, möglich. Eigentlich brauchen die Besucher von nah und fern nur noch trockenes Wetter und geeignete Kleidung, dann verbringen sie allein, mit der Familie oder in Gesellschaft einen erlebnisreichen Tag, der auch das Wissen um die harte Arbeit der Vorfahren erweitert.

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